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Nachtler

platinum insane
Teammitglied
Neulich auf einen durchaus lesenswerten Artikel gestoßen:

Warum war Coca-Cola in Portugal jahrzehntelang verboten?
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Coca-Cola hat in Portugal eine turbulente Geschichte.

Cola-Cola, Symbol des amerikanischen Marktkapitalismus wurde im späten 19. Jahrhundert, eigentlich als medizinisches Getränk, aus Kokablättern und Kolanüssen (einer Koffeinquelle) geschaffen.

Fast alles, was in Amerika anfängt, breitet sich irgendwann in Europa aus.

Auch im Fall der Coca-Cola, geschah das, wenn auch langsamer als heute.

Der Konzern versuchte in den 1920er Jahren, sich mit dem Getränk in Portugal durchzusetzen.

Der Chef des Vertriebs von Coca-Cola in Portugal war ein Freund des berühmten, halb verrückten Dichters Fernando Pessoa und der wurde Teil des ersten Slogans, der das Getränk im Land bekannter machen sollte.
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"Primeiro estranha-se, depois entranha-se." war der berühmteste und ikonische Slogan grob übersetzt: "Zuerst befremdet es dich, aber dann fesselt es dich".

Dieser Slogan, obwohl er wirklich gut war, war aber auch das Todesurteil für das Unternehmen in Portugal.

Ricardo Jorge, Direktor des Gesundheitsamtes in Lissabon, ließ das Produkt auf dem Markt beschlagnahmen.

Jorge, der auch Arzt war, sagte, dass der gewählte Slogan"die Giftigkeit des Produkts ausdrückte" denn "am Anfang entfremdet man es, aber dann fesselt es einen", was "genau das ist, was mit Narkotika passiert". Und "wenn das Produkt Koka enthält, aus dem ein Narkotikum extrahiert wird, Kokain, könnte die Ware nicht an die Öffentlichkeit verkauft werden." damit "niemand berauscht würde".

Und der Arzt fuhr fort, dass, wenn das Produkt kein Coca enthielte, das ja Betrug sei und dann eben das, der Grund sei, dass es nicht zugelassen werden dürfe.

Der Grund, Coca-Cola zu verbieten, war aber nicht nur medizinisch, sondern auch politisch.
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Salazar, der autoritäre Präsident des damals diktatorisch geführten Portugals nahm eine strikte Haltung gegen Bequemlichkeit und Liberalismus ein.

Er meinte, dass ein Land, das den Mut habe, arm zu sein, ein unbesiegbares Land sei. 1962, fast 30 Jahre nachdem er das Land übernommen hatte, sah er Portugal immer noch so: ein bescheidenes, demütiges, gehorsames Land.

Aber die Welt hatte sich anders entwickelt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte der Liberalismus die westliche Welt erobert und und bekam immer mehr Lust auf eine fast abartiges Konsumverhalten.

Wie Salazar Coca-Cola sah, war beispielhaft für ihn. Er verbot das Getränk, aber auch Bier, um den Weinbau zu schützen. Aber eben auch aus Überzeugung.

Ein amerikanischer Beamter soll versucht haben, ihn zu bestechen.

Und Salazar schrieb an den Chef von Coca-Cola::
"Ich weiß ganz genau, dass Sie weder mit Weinen noch mit Fruchtsäften etwas zu tun haben, und aus einem anderen Grund war ich - trotz der ausgezeichneten Beziehungen, die wir pflegen, Sie und ich, und die aus der Zeit stammen, als Sie die Rockefeller Foundation vertraten und nicht einmal im Traum daran dachten, zu Coca-Cola zu gehören - immer gegen dessen Erscheinen auf dem portugiesischen Markt. So könnte ich unsere moralische Landschaft bezeichnen. Portugal ist ein konservatives, paternalistisches Land und - Gott sei gelobt - rückständig, ein Begriff, den ich eher als schmeichelhaft denn als abwertend empfinde. Sie riskieren, in Portugal das einzuführen, was ich über alles verabscheue, nämlich den Modernismus und die berühmte Effizienz. Mich schaudert es bei dem Gedanken an Ihre Lastwagen, die mit voller Geschwindigkeit durch die alten Straßen unserer alten Städte fahren und im Vorbeifahren das Tempo unserer weltlichen Gewohnheiten beschleunigen."
Bis zu Salazars Tod, durfte Coca-Cola nicht ins Land. Er wollte es so und so wurde es gemacht.

In den portugiesischen Kolonien aber sah es anders aus. In Angola und Mosambik, durftedas "trübe Wasser des Kapitalismus" konsumiert werden.
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Ich bin in Portugal gewesen, und ich wusste das alles nicht. Aber ich habe gesehen, wie anders sie sind als der Rest von Europa, auch die jungen Leute.

Vielleicht war an den Gedanken des Dikator etwas dran.
 

Steffen

Gesandter Shlomos alayhi s-Salām
Das Massaker von Granada war ein Pogrom an Juden, das 1066 in Granada zur Zeit der Herrschaft der Ziriden im islamischen Herrschaftsgebiet von al-Andalus stattfand. Es gilt als erstes Pogrom auf europäischem Boden. Am 30. Dezember stürmte eine muslimische Menschenmenge den Königspalast, kreuzigte den jüdischen Wesir Joseph ibn Naghrela, Sohn von Schmuel ha-Nagid, und massakrierte den Großteil der jüdischen Bevölkerung der Stadt. Mehr als 1.500 jüdische Familien, rund 4.000 Personen, wurden ermordet.

Interessant... Begangen von Moslems.

 

Nachtler

platinum insane
Teammitglied
Interessant... Begangen von Moslems.


Die Invasoren reden lieber über solche Ereignisse:


During the 7th and 8th centuries Iberia (Spain and Portugal), was a divided kingdom ruled by the Catholic Visigoths, the region was home to a Jewish minority who suffered intolerable persecution under these Christian rulers.

Both Latin and Arabic chroniclers record that the Jews of the city “opened the gates of Toledo” to Tariq, who conquered the city. With more cities to take Tariq left Toledo and entrusted its protection to a garrison of Jewish soldiers, whom had rose up against the Catholic Visigoths and opened the gates.

Had the Jews of Iberia not been the victims of such continuous barbarity from their Christian neighbours it is unlikely they’d have turned on them, but with the Muslim invasion this oppressed people tasted a freedom they hadn’t for centuries. There is no greater example of Jewish and Muslim coexistence than al-Andalus, the Jews not only fought side by side with their Muslim cousins, but under the caliphates born out of the conquests the Jews lived as a free and protected people who were able reach the highest of positions in this new society.

Man kann äußerste Kritik am Christentum äußern, ja. Aber immerhin sind Christen, anders als ihre zwei Cousins, nicht ständig am Herumopfern.
 
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