Eure Kritik zur Honigwabe

WheelchairLady

BeaLady
Teammitglied
So jetzt muss ich echt bisschen Kritik ablassen, das war etwas creepy :wtf:

Betr.: Kritik an Kasper's Vorgehen bzgl. der angedrohten Vergewaltigung seiner Freundin

Situation 1:
Der Täter mit Waffe befindet sich mit dir und deiner Freundin im Zelt.

Du sagtest:
Könnte ich mir auf keinen Fall geben, dass meine Freundin da neben mir vergewaltigt wird, also schreite ich ein und werde dabei höchstwahrscheinlich verletzt oder sogar getötet. Und falls
deine Freundin sagt, dass du nichts unternehmen sollst, du das konsequent ignorierst bzw. ihr sogar noch eine schallern wollen würdest dafür... Entweder beide tot oder beide tot?

Meine Kritik:
Ich sage, in dem unendlichen unwahrscheinlichen Fall, dass du jemals in eine solche Situation kommen solltest, würde ich nicht so vorschnell agieren und ins offene Messer springen. Mit Sicherheit gibt es immer einen anderen Ausweg und sei es jetzt dann doch die Vergewaltigung deiner Freundin, die euch beiden zumindest das weitere Leben ermöglicht, was in dem Fall auch dir zugute kommt... seelische Schäden sind natürlich unumgänglich... So ist es schlussendlich aber ja auch passiert, falls ich da jetzt nichts verwechsle, aber beide sind doch noch am Leben oder?

Situation 2:
Der Täter mit Waffe befindet sich mit deiner Freundin im Zelt und schmeißt dich kurzer Hand raus.

Du sagtest:
Wenn meine Freundin im Zelt vergewaltigt wird, kann ich mir das nicht anhören und würde ein Strick am nächsten Baum hängen, würde ich mir lieber diesen nehmen, statt nichts zu tun.

Meine Kritik:
Also jetzt ernsthaft. Du bist außerhalb des Zeltes, in dem deine Freundin gerade vergewaltigt wird, der Täter offensichtlich von dir abgelenkt und du nimmst dir als Erstes den Strick, um das nicht ertragen zu müssen? Echt jetzt?
Man könnte ja vielleicht versuchen, den Täter zu überraschen mit einem Angriff von Hinten oder? Da er offensichtlich abgelenkt ist, kann Mann sich da schon was einfallen lassen, schätze ich mal.

Jetzt bin ich gespannt :pepelove:
 
H

hanky

Guest
So jetzt muss ich echt bisschen Kritik ablassen, das war etwas creepy :wtf:

Betr.: Kritik an Kasper's Vorgehen bzgl. der angedrohten Vergewaltigung seiner Freundin

Situation 1:
Der Täter mit Waffe befindet sich mit dir und deiner Freundin im Zelt.

Du sagtest:
Könnte ich mir auf keinen Fall geben, dass meine Freundin da neben mir vergewaltigt wird, also schreite ich ein und werde dabei höchstwahrscheinlich verletzt oder sogar getötet. Und falls
deine Freundin sagt, dass du nichts unternehmen sollst, du das konsequent ignorierst bzw. ihr sogar noch eine schallern wollen würdest dafür... Entweder beide tot oder beide tot?

Meine Kritik:
Ich sage, in dem unendlichen unwahrscheinlichen Fall, dass du jemals in eine solche Situation kommen solltest, würde ich nicht so vorschnell agieren und ins offene Messer springen. Mit Sicherheit gibt es immer einen anderen Ausweg und sei es jetzt dann doch die Vergewaltigung deiner Freundin, die euch beiden zumindest das weitere Leben ermöglicht, was in dem Fall auch dir zugute kommt... seelische Schäden sind natürlich unumgänglich... So ist es schlussendlich aber ja auch passiert, falls ich da jetzt nichts verwechsle, aber beide sind doch noch am Leben oder?

Situation 2:
Der Täter mit Waffe befindet sich mit deiner Freundin im Zelt und schmeißt dich kurzer Hand raus.

Du sagtest:
Wenn meine Freundin im Zelt vergewaltigt wird, kann ich mir das nicht anhören und würde ein Strick am nächsten Baum hängen, würde ich mir lieber diesen nehmen, statt nichts zu tun.

Meine Kritik:
Also jetzt ernsthaft. Du bist außerhalb des Zeltes, in dem deine Freundin gerade vergewaltigt wird, der Täter offensichtlich von dir abgelenkt und du nimmst dir als Erstes den Strick, um das nicht ertragen zu müssen? Echt jetzt?
Man könnte ja vielleicht versuchen, den Täter zu überraschen mit einem Angriff von Hinten oder? Da er offensichtlich abgelenkt ist, kann Mann sich da schon was einfallen lassen, schätze ich mal.

Jetzt bin ich gespannt :pepelove:
Diese Situation ist ja grundsätzlich eigentlich nicht vorstellbar. Mittlerweile aber doch. Damit man in einer Gefahrensituation nicht als reines Opfer in Schockstarre verfällt sollte man sich entsprechend vorbereiten. Risikovermeidung; Training; Selbstverteidigungskurs; Bewaffnung; und am wichtigsten im Kopf ein paar mal durchspielen was man in einer solchen Situation machen würde. Ob es für diese Situation auch zutrifft ist natürlich fraglich, aber generell gilt, das wenn man weiß wie man sich in bestimmten Situationen zur Wehr setzen kann i.a.R. auch anders auftritt und alleine dadurch solche Situationen vermeiden kann. Die meisten Täter suchen Opfer und keine Gegner. Hätten beide direkt signalisiert das Sie kämpfen muss die Situation nicht damit enden das sie beide sterben... Sie könnten auch obsiegen oder - nicht unwahrscheinlich - der Täter wäre einfach weiter gezogen.
Und überhaupt - welcher Mann / Mensch könnte denn damit leben wenn ein geliebter Mensch vor seinen Augen vergewaltigt wird? Es wie Du meinst einfach hinzunehmen halte ich für regelrecht unmenschlich. Die waren Zelten - also das mindeste was er zur Hand hatte waren Heringe die er dem Typen z.B. in die Augen rammen kann. Der Gedanke daran das er es nichtmal versucht hat wird ihn ein Leben lang begleiten. Die Beziehung der beiden ist am Ende. Anstatt seinen Enkeln irgendwann mal eine Narbe zu zeigen die er sich geholt hat als er seine Frau/ ihre Oma heldenhaft vor einem Wilden beschützt hat kann er sich aber jetzt natürlich damit trösten, das womöglich beide nur deswegen noch 'leben' weil er kein Risiko eingegangen ist...
Unfassbar!
Und nebenbei - das Risiko, dass der Täter seine Freundin (und/oder Ihn) nach der Vergewaltigung doch noch absticht ist ja auch nicht vom Tisch.
 
Situation 1:
Der Täter mit Waffe befindet sich mit dir und deiner Freundin im Zelt.

Du sagtest:
Könnte ich mir auf keinen Fall geben, dass meine Freundin da neben mir vergewaltigt wird, also schreite ich ein und werde dabei höchstwahrscheinlich verletzt oder sogar getötet. Und falls
deine Freundin sagt, dass du nichts unternehmen sollst, du das konsequent ignorierst bzw. ihr sogar noch eine schallern wollen würdest dafür... Entweder beide tot oder beide tot?

Lieber stehend sterben als auf Knien leben!
Wir sprechen hier explizit von einem Täter. Und der ist naturgegeben abgelenkt. Hier tatenlos zuzuschauen entspricht einer derart niederen Natur, dass ich so nicht leben möchte! Und die Freundin hoffentlich auch nicht!

Die wahre Story ist ein Lehrstück zu: Warum man nicht unbewaffnet irgendwo allein campiert. Aber so sind die Linken: Wollen jeden entwaffnen - nur die Kriminellen halten sich nicht dran. Oder werden mit "Werkzeug" kreativ, wie in diesem Fall.
 

WheelchairLady

BeaLady
Teammitglied
Diese Situation ist ja grundsätzlich eigentlich nicht vorstellbar. Mittlerweile aber doch. Damit man in einer Gefahrensituation nicht als reines Opfer in Schockstarre verfällt sollte man sich entsprechend vorbereiten. Risikovermeidung; Training; Selbstverteidigungskurs; Bewaffnung; und am wichtigsten im Kopf ein paar mal durchspielen was man in einer solchen Situation machen würde. Ob es für diese Situation auch zutrifft ist natürlich fraglich, aber generell gilt, das wenn man weiß wie man sich in bestimmten Situationen zur Wehr setzen kann i.a.R. auch anders auftritt und alleine dadurch solche Situationen vermeiden kann. Die meisten Täter suchen Opfer und keine Gegner. Hätten beide direkt signalisiert das Sie kämpfen muss die Situation nicht damit enden das sie beide sterben... Sie könnten auch obsiegen oder - nicht unwahrscheinlich - der Täter wäre einfach weiter gezogen.
Und überhaupt - welcher Mann / Mensch könnte denn damit leben wenn ein geliebter Mensch vor seinen Augen vergewaltigt wird? Es wie Du meinst einfach hinzunehmen halte ich für regelrecht unmenschlich. Die waren Zelten - also das mindeste was er zur Hand hatte waren Heringe die er dem Typen z.B. in die Augen rammen kann. Der Gedanke daran das er es nichtmal versucht hat wird ihn ein Leben lang begleiten. Die Beziehung der beiden ist am Ende. Anstatt seinen Enkeln irgendwann mal eine Narbe zu zeigen die er sich geholt hat als er seine Frau/ ihre Oma heldenhaft vor einem Wilden beschützt hat kann er sich aber jetzt natürlich damit trösten, das womöglich beide nur deswegen noch 'leben' weil er kein Risiko eingegangen ist...
Unfassbar!
Und nebenbei - das Risiko, dass der Täter seine Freundin (und/oder Ihn) nach der Vergewaltigung doch noch absticht ist ja auch nicht vom Tisch.

Das stimmt, wer würde damit leben können, wenn man eine Tat in dieser Art beobachtet und man nichts tun würde. Klar, ist kein Ruhm, aber solche Sachen treffen die meisten Menschen auch eher unvorbereitet und darin liegt dann wahrscheinlich auch der Fehler... Ich bin noch nie zelten gegangen, kann mir defakto dann auch nicht passieren...

Lieber stehend sterben als auf Knien leben!
Wir sprechen hier explizit von einem Täter. Und der ist naturgegeben abgelenkt. Hier tatenlos zuzuschauen entspricht einer derart niederen Natur, dass ich so nicht leben möchte! Und die Freundin hoffentlich auch nicht!

Die wahre Story ist ein Lehrstück zu: Warum man nicht unbewaffnet irgendwo allein campiert. Aber so sind die Linken: Wollen jeden entwaffnen - nur die Kriminellen halten sich nicht dran. Oder werden mit "Werkzeug" kreativ, wie in diesem Fall.

Das stimmt natürlich auch, aber ich bin ehrlich kein Freund von Waffen, jeglicher Art sogar, da ich selbst weiß, dass selbst wenn ich eine solche bereit zum Einsatz zur Hand hätte, ich sie wahrscheinlich nicht mal richtig einsetzen könnte. Aber mit Vernunft kommt man solchen Leuten ja nu auch nicht weit...


Mir gings ja nur darum, dass ich es so verstanden habe, dass wenn er sich nicht trauen würde, seiner Freundin zu helfen, er sich lieber aufhängen würde und das finde ich komisch formuliert ?
 

Salati

Gesandter Shlomos alayhi s-Salām
Vor ein paar Wochen wurde über ungewollte Schwangerschaften (neue Gesetze in Polen) gesprochen.
Kasper sagte, dass es ja kein Ding als aufpassender Mensch sei, da es ja die PiDaNa(Pille danach) gibt.
Die PiDaNa unterdrückt/verschiebt allerdings nur den Eisprung, dh wenn man ungeschützt Sex und die Frau ihren Eisprung schon hatte (das merkt sie nicht), dass sie, auch wenn sie die PiDaNa nimmt, schwanger werden kann.
Das hat mich unglaublich getriggert.
 

Nektarinchen

Sammler
Kleine Ergänzung zum Voter Fraud Thema.
Man muss nicht lange suchen, um auf Vorfälle in Russland zu stoßen, die deutlich krasser amuten als der aktuelle Fall aus Amerika.

Ich bin zwar kein Freund von Trump aber was in Georgia passiert ist, sollte dringend aufgeklärt werden.
Vor allem die zeitliche Korrelation zu Bidens Spike ist höchstverdächtig und was es bisher an offiziellen Aussagen dazu gibt, ist nicht wirklich überzeugend.
Für einen landesweiten Skandel taug der Fall m.E. aber nicht.
Es scheint aktuell ja auch das Beste zu sein, was man derzeit zum Thema Wahlbetrug an vermeintlichen Beweisen zu bieten hat, um mal bei Kaspers Duktus zu bleiben.
 

Hans

Nestarchitekt
Ich kritisiere, dass das hier keine Beachtung gefunden hat:
Hab's noch nicht durch aber Kritik zum Thema gekaufte Stimmen: Die Wahl MUSS erstmal normal weiter laufen, würde man ihn ausschließen und er ist tatsächlich unschuldig ist es genau so, wie ihr es zuvor bei Twitter beschrieben habt: „Der Schaden ist angerichtet.“ Man kann einen Unverurteiltet nicht prophylaktisch von Wahlen ausschließen, das wäre Wahlmanipulation...

Wird das als Kritik wahrgenommen? Finde nach wie vor angebracht. Wir beschweren uns darüber, dass alles so schnell gelöscht wird und fordern gleichzeitig den Ausschluss einer Partei bei Wahlen ohne ein richterliches Urteil?

Das ging um die BIG-Partei (oder wie die heißt)
 
H

hanky

Guest
Das stimmt, wer würde damit leben können, wenn man eine Tat in dieser Art beobachtet und man nichts tun würde. Klar, ist kein Ruhm, aber solche Sachen treffen die meisten Menschen auch eher unvorbereitet und darin liegt dann wahrscheinlich auch der Fehler... Ich bin noch nie zelten gegangen, kann mir defakto dann auch nicht passieren...
Die Leute müssen einfach wieder werhafter werden...besser bevor etwas passiert. Kinder neben Ballsport und Schwimmen auch einfach zum Kampfsport ermuntern.

Und Zelten ist ja auch eher so etwas für unter 18 Jahre ;)
In Zeiten und an Orten wo es noch nicht ganz so kaputt war konnte einem da natürlich auch etwas passieren. Etwa das Freunde die Fahne klauen und man Ihnen Unmengen Bier ausgeben muss... oder das irgendwo ein Gatter offen ist und man erwacht in einer Gruppe von Kühen mit Kälbern die einfach alles unfassbar vollgesabbert haben - musste einen Schuh regelrecht auskippen :LOL:
 
Der Beitrag soll keine Kritik im eigentlichen Sinne

Zu der Thematik der Vergewaltigung und was die Handlungsweise des Freundes, aber auch des Opfers, betrifft hat der Schattenmacher vor einiger Zeit 2 Videos erstellt und wie ich finde gut aufgearbeitet. Sowohl die Problematik der Passivität als auch die der Perspektive des Unbeteiligten und warum man auch Opfer kritisieren muss. Ein Abschließendes Urteil wie ich selbst handeln würde kann ich leider nicht zu 100 % geben. Aber ich denke Prävention ist in den heutigen Zeiten ein gutes Stichwort.


Zusätzlich wollte ich mal einen ganz anderen Punkt ansprechen, der wegen der (vorerst) gescheiterten Rundfunkbeitragserhöhung wieder etwas auf mein eigenes Radar gekommen ist. Der ÖR wird ja häufig und das mehr als nur zurecht kritisiert. Allerdings ist, zumindest in kleinen Bruchstücken im Kabarett, zu erkennen, dass es auch da einzelne Leute zu geben scheint, denen auffällt, dass die diskutierten Probleme und die Realität immer weiter auseinander divergieren.

Und jetzt nicht falsch verstehen: Das soll in keinster Weise versuchen die ÖR zu legitimieren!! Das gehört in dieser jetzigen Form abgeschafft. Die Reaktion von ARD und ZDF auf das Scheitern der Erhöhung sind erbärmlich und erinnern an das Brüllheulen und Selbstbeweihräuchern des Drachenlords. Vielmehr möchte ich dem (zu 99 %) berechtigten Kulturpessimismus doch etwas entgegen wirken. Meine "Kritik" besteht darin, dass ausschließlich (nicht hauptsächlich) Kritik geübt wird. Dieser Kampf ist nicht alleine damit zu gewinnen, dass man die Institutionen kritisiert und versucht weltanschauliche Parallelstrukturen aufzubauen. Das ist ohne Zweifel notwendig, aber nicht hinreichend. Wenn man es wirklich ernst meint und es noch Leute in oder in der Nähe der Institutionen gibt, dann sollte man versuchen diesen Zuspruch zu geben.

Fazit: Versucht in der Wabe zusätzlich zu der normalen Kritik am alltäglichen Wahnsinn, nicht anstatt, diejenigen kleinen Bruchstücke aus den Institutionen herauszugreifen, die zeigen, dass es auch da noch vereinzelt Leute gibt, die nicht mehr an der Realität vorbei leben (können). Das Unterstützen der noch erreichbaren Leute ist diesem Kampf gegen das Absurde (um mit Camus zu sprechen) mMn ähnlich immanent wie Kritik am Gegner. Außerdem kann man mit Zuspruch vll verhindern, dass diese Leute nicht doch umfallen. Eventuell könnte man das ja in einem kleinen 1-2 minütigen Segment einbauen. Da würde ich mich auch bereit erklären entsprechende Quellen aufzutreiben. Außerdem glaube ich, dass es psychologisch ganz sinnvoll ist sich auch mal mit etwas hoffnungsvollem auseinanderzusetzten, ähnlich wie die jüngsten Plakataktionen.
 
Mir gings ja nur darum, dass ich es so verstanden habe, dass wenn er sich nicht trauen würde, seiner Freundin zu helfen, er sich lieber aufhängen würde und das finde ich komisch formuliert ?
So wie er es gesagt hat, ist es natürlich ziemlicher Unfug! :ROFLMAO:
Aber es ging ihm dabei glaube ich ums Prinzip, nicht darum, dass sich erhängen eine sinnvolle Option ist. Wenn Kasper sich erstmal in Rage geredet hat, bringt er gerne solche Aussagen! Feier ich massiv :D

Der Beitrag soll keine Kritik im eigentlichen Sinne

Zu der Thematik der Vergewaltigung und was die Handlungsweise des Freundes, aber auch des Opfers, betrifft hat der Schattenmacher vor einiger Zeit 2 Videos erstellt und wie ich finde gut aufgearbeitet. Sowohl die Problematik der Passivität als auch die der Perspektive des Unbeteiligten und warum man auch Opfer kritisieren muss. Ein Abschließendes Urteil wie ich selbst handeln würde kann ich leider nicht zu 100 % geben. Aber ich denke Prävention ist in den heutigen Zeiten ein gutes Stichwort.


Zusätzlich wollte ich mal einen ganz anderen Punkt ansprechen, der wegen der (vorerst) gescheiterten Rundfunkbeitragserhöhung wieder etwas auf mein eigenes Radar gekommen ist. Der ÖR wird ja häufig und das mehr als nur zurecht kritisiert. Allerdings ist, zumindest in kleinen Bruchstücken im Kabarett, zu erkennen, dass es auch da einzelne Leute zu geben scheint, denen auffällt, dass die diskutierten Probleme und die Realität immer weiter auseinander divergieren.

Und jetzt nicht falsch verstehen: Das soll in keinster Weise versuchen die ÖR zu legitimieren!! Das gehört in dieser jetzigen Form abgeschafft. Die Reaktion von ARD und ZDF auf das Scheitern der Erhöhung sind erbärmlich und erinnern an das Brüllheulen und Selbstbeweihräuchern des Drachenlords. Vielmehr möchte ich dem (zu 99 %) berechtigten Kulturpessimismus doch etwas entgegen wirken. Meine "Kritik" besteht darin, dass ausschließlich (nicht hauptsächlich) Kritik geübt wird. Dieser Kampf ist nicht alleine damit zu gewinnen, dass man die Institutionen kritisiert und versucht weltanschauliche Parallelstrukturen aufzubauen. Das ist ohne Zweifel notwendig, aber nicht hinreichend. Wenn man es wirklich ernst meint und es noch Leute in oder in der Nähe der Institutionen gibt, dann sollte man versuchen diesen Zuspruch zu geben.

Fazit: Versucht in der Wabe zusätzlich zu der normalen Kritik am alltäglichen Wahnsinn, nicht anstatt, diejenigen kleinen Bruchstücke aus den Institutionen herauszugreifen, die zeigen, dass es auch da noch vereinzelt Leute gibt, die nicht mehr an der Realität vorbei leben (können). Das Unterstützen der noch erreichbaren Leute ist diesem Kampf gegen das Absurde (um mit Camus zu sprechen) mMn ähnlich immanent wie Kritik am Gegner. Außerdem kann man mit Zuspruch vll verhindern, dass diese Leute nicht doch umfallen. Eventuell könnte man das ja in einem kleinen 1-2 minütigen Segment einbauen. Da würde ich mich auch bereit erklären entsprechende Quellen aufzutreiben. Außerdem glaube ich, dass es psychologisch ganz sinnvoll ist sich auch mal mit etwas hoffnungsvollem auseinanderzusetzten, ähnlich wie die jüngsten Plakataktionen.

Sehr starker Beitrag! Willkommen im Forum :)

Ich stimme zu: Auch mal die wenigen politischen Sonnenstrahlen im ÖR zu erwähnen hebt die allgemeine Moral. Wurde ja ähnlich mit z. B. mit True Fruits gemacht.

Ob der Zuspruch diesen Leuten nutzt, ist die andere Frage. Aber eine Charakterfrage. Sind das Bleilos, werden sie den "Applaus von der falschen Seite" zurückweisen und sich zum Gespött machen um zu zeigen, dass sie doch zu den Guten gehören. Sind das anständige Leute, werden sie vielleicht sogar auf uns zugehen.
 
D

Die Füchsin

Guest
Ich finde, eine wesentlich bessere Erklärung für die hohe Erdoğan-Zustimmung von Pass-Türken in Deutschland ist wohl, dass die ethnischen Türken, die gegen Erdoğan stimmen würden, zu einen viel größeren Anteil einen deutschen Pass (und damit in den allermeisten Fällen keinen türkischen Pass) haben und daher auch nicht wahlberechtigt waren. Treue Erdoğan-Anhänger bemühen sich weniger um einen deutschen Pass als die, die froh sind, hier leben zu können und nicht dort.

Das kann ich aus dem persönlichen Umfeld bestätigen. Ein Freund von mir ist pass-deutscher Türke und würde dem Ziegenkönig den Kopf abreißen, wenn er die Gelegenheit bekäme. Gegen die neue Verfassung konnte er und seine Familie jedoch nicht stimmen, da sie eingebürgert sind (was bestimmt nicht der Deutschen Schaden sein wird).

Es gab mindestens zwei Male, in denen die Statistik gezeigt wurde. Wenn ihr ein gutes Argument habt, warum die Auswahl durch Einbürgerung vernachlässigbar ist, lasse ich mich gern überzeugen. Aber ehrlich gesagt würde ich Geld darauf wetten, dass eine repräsentative Umfrage unter allen in Deutschland lebenden (Ex-)Türken ergeben würde, dass deutsche (Ex-)Türken Erdoğans Verfassungsänderungen mit klarer Mehrheit ablehnt.
Mit (Ex-)Türken meine ich: aktuell türkischer Pass oder ehemals türkischer Pass und aktuell deutscher Pass.
 
Ich finde, eine wesentlich bessere Erklärung für die hohe Erdoğan-Zustimmung von Pass-Türken in Deutschland ist wohl, dass die ethnischen Türken, die gegen Erdoğan stimmen würden, zu einen viel größeren Anteil einen deutschen Pass (und damit in den allermeisten Fällen keinen türkischen Pass) haben und daher auch nicht wahlberechtigt waren. Treue Erdoğan-Anhänger bemühen sich weniger um einen deutschen Pass als die, die froh sind, hier leben zu können und nicht dort.

Das kann ich aus dem persönlichen Umfeld bestätigen. Ein Freund von mir ist pass-deutscher Türke und würde dem Ziegenkönig den Kopf abreißen, wenn er die Gelegenheit bekäme. Gegen die neue Verfassung konnte er und seine Familie jedoch nicht stimmen, da sie eingebürgert sind (was bestimmt nicht der Deutschen Schaden sein wird).

Es gab mindestens zwei Male, in denen die Statistik gezeigt wurde. Wenn ihr ein gutes Argument habt, warum die Auswahl durch Einbürgerung vernachlässigbar ist, lasse ich mich gern überzeugen. Aber ehrlich gesagt würde ich Geld darauf wetten, dass eine repräsentative Umfrage unter allen in Deutschland lebenden (Ex-)Türken ergeben würde, dass deutsche (Ex-)Türken Erdoğans Verfassungsänderungen mit klarer Mehrheit ablehnt.
Mit (Ex-)Türken meine ich: aktuell türkischer Pass oder ehemals türkischer Pass und aktuell deutscher Pass.

Das ist ein guter Punkt!
Es gibt aber auch viele mit Doppelpass. Die Frage ist also, wie schnell/wie oft ein Türke seine Staatsbürgerschaft aufgibt um die deutsche anzunehmen - ohne Doppelpass.

Außerdem wurde auch schon das Argument geäußert, dass Erdogan-Fans eher bereit waren, den Aufwand der Wahl auf sich zu nehmen und einen Ausflug zur nächsten Botschaft zu machen, der durchaus einige Stunden dauern kann.
 
Also schreibe ich es nochmal hier weil meine Kritik zur letzten HW auf Bitchute ja gelöscht wurde:

Lieber Shlomo, Lieber Kasper,

Oft bin ich auch zu faul auf Primärquellensuche zu gehen und möchte euch deshalb hier erstmal nichts unterstellen.
Bezüglich der Aussage zu den fast 80 verletzten Polizisten bei der Corona-Demo und der Gegendemo habe ich mir mal eure Quellen genauer angeschaut. Alle, die behaupten, dass die Angriffe ausschließlich von den Gegendemonstranten ausgingen, führen zu einem Artikel von Tichys Einblick ( https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/80-verletzte-polizisten-bei-corona-demo-aber-durch-linke-taeter/ ) oder geben diesen als Quelle an. Die Hauptquelle dieses Artikels von TE ist die Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Marcel Luthe, den ihr ja auch in eurem Podcast erwähnt. Diese Anfrage ist jedoch nicht unter den schriftlichen Anfragen des Abgeordnetenhauses Berlin oder irgendeine Information dazu auf Luthe’s Facebookfeed zu finden, noch stellt TE die Primärquelle zur Verfügung. Die einzige Anfrage bezüglich der verletzten Polizisten bei diesen Demos, die ich finden konnte kommt vom AfD-Abgeordneten Marc Vallendar ( https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-25634.pdf ).
In jener wird aber nicht aufgeschlüsselt durch wen die Polizeibeamten verletzt wurden. Der Abgeordnete Marcel Luthe hat zwar auch eine Anfrage über die Demos vom 18.11 eingereicht, in dieser geht es aber in keinem Wort um die verletzten Polizisten ( https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/s18-25640.pdf )
Der folgende Link führt zur Parlamentsdokumentation des Abgeordnetenhauses Berlin, sodass jeder selbst nachforschen kann, ob ich hier nicht etwas übersehe: https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/AHAB/servlet.starweb?path=AHAB/ProfilLinkTree.web&id=ahabfastlink&search=R%3D592
Und hier der Link zu den schriftlichen Anfragen der letzten 2 Wochen: https://www.parlament-berlin.de/de/Aktuelles-und-Presse/Parlamentarische-Anfrage/Schriftliche-Anfragen---aktuell

Da ich nirgends die Quelle für den Artikel von TE finden konnte, habe ich Marcel Luthe eine E-Mail geschrieben, in der ich ihn gebeten habe die Aussage des Artikels von TE zu verifizieren und wenn ja mit einer Primärquelle zu belegen oder eben die Aussagen von TE abzustreiten. Sobald oder falls ich von ihm eine Antwort erhalte, werde ich euch darüber informieren.

Meine Schlussfolgerung mit dem derzeitigen Kenntnisstand: Solange es keine Primärquelle zu der Aussage des TE Artikels, der wie schon erwähnt die Quelle für alle anderen von euch aufgeführten Quellen zu dieser Sachlage ist, gibt, kann man deren Behauptung, die ihr blind übernehmt, nicht als Fakt darstellen sondern lediglich als These oder Hypothese. Über das Lager aus welchem die Täter stammen, die die Polizeibeamten verletzten, kann man somit derzeit keine Aussage machen. Die Darstellung der Mainstreampresse lässt zwar zwischen den Zeilen erkennen, dass nach deren Meinung die Querdenker die Täter waren, da die Gegendemos diesbezüglich ja nicht erwähnt werden, tischen hier jedoch nicht wie Tichys Einblick vermeintliche Fakten auf, die für mich, bis ich eine Primärquelle vor meinen Augen habe, klare Fehk Nuhs sind.

Ich wünsche mir deshalb, dass ihr in einer der folgenden Honigwaben auf diese Kritik eingeht und das tut, was ihr auch von allen anderen verlangt: Die spätere Richtigstellung einer vorhergehenden Falschaussage oder Halbwahrheit. Wenn ihr mir die Primärquelle, also die Anfrage von Marcel Luthe an die Innenverwaltung des Senats Berlin auf die sich Tichys Einblick bezieht, oder eine andere Primärquelle, aus der hervorgeht von wem die Straftaten gegen die Polizisten ausgingen, vorlegen könnt, dann sollte meine Kritik hier als nichtig angesehen werden.

Ein kleiner Rat noch zum Schluss: Nur weil die großen Medienhäuser oft lügen, Halbwahrheiten erzählen oder Themen verschweigen, heißt das noch lange nicht, dass das andere wie Tichys Einblick nicht auch tun. Fehk Nuhs gibt es heute links, mittig und rechts und deshalb fände ich es richtig gut wenn ihr noch öfter Primärquellen mit einbezieht, wie ihr es ja schon z. B. mit der PKS oder beim BLM-Themenkomplex macht. Klar das macht mehr Arbeit und ich bin mir sicher, dass ihr schon ganz schön viel Zeit in die Honigwabe steckt. Ich persönlich fände daher eine alle zwei Wochen erscheinende Honigwabe, die dafür aber noch besser und tiefer recherchiert ist um einiges ansprechender.

Mit weihnachtlichen Grüßen,
Derek Weingarten
 
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