Demokratie vs. Monarchie

Schpinnenmann

Ledersockenstreicher
Allerdings. Ich greife wieder die heilige Kuh genannt Demokratie an und stelle ihre unantastbare Heiligkeit in Frage.

Heute vergleiche ich die Probleme von parlamentarischer Demokratie, welche erst seit relativ kurzer Zeit existiert, mit einer Regierungsform welche es seit dem Anbeginn der Menscheit gab, das ist die Monarchie. Sie hat für Tausende von Jahren exisitert und für tausend Jahre nur Leid und Elend über die Menschheit gebracht, bis die strahlenden Helden der französischen Revolution alle Nachbarländer mit Krieg überzogen haben, um ihre Werte zu exportierten und dabei noch einen Genozid in der Vendée abgezogen haben, weil sich einige anti-wissenschafts Bauern wiedersetzt haben. Die damalige USA sozusagen, nur fanatischer.

Dabei sei angemerkt:
Alles und absolut alles was ihr über Monarchie wisst ist erst durch einen pro-demokratischen Filter gezogen worden, welcher Demokratie als einen erleuchteten Endzustand der Menschheitsgeschichte verklären soll und Monarchismus als ein barbarisches Relikt, wo die Könige nichts anderes zu tun hatten, als Kinder zu fressen und Bauern am Scheiterhaufen zu verbrennen, ihr wisst schon, buchstäblich Proto-Hitlerismus und Anti-Wissenschaft-ismus.





Also. Für diejenigen dessen Dophamin-Rezeptoren völlig ausgebrand sind und alles in 10 Minuten erklärt haben wollen, für euch gibt es eine TL;DR-Kurzfassung mit ein paar weniger Punkten in Videoform am Postende.
Hier ist die Langversion für die Geduldigen, welche wirklich etwas lernen wollen und einen unstillbaren Hunger an Rotpillen haben.





1. Verantwortung für Staatsverschuldung
Die Schatzkammer ist in einer Demokratie Opfer der Tragik der Allmende (tradgedy of the commons). Niemandem gehört die Schatzkammer, sie gehört der Öffentlichkeit, der Allgemeinheit, dem "Volk" und die Repräsentanten verschwenden sie. Noch nie gab es so einen hohen Grad an verantwortungsloser Verschuldungen in der Menschheit, als mit der Ankunft von demokratischen Republiken, wo die Staatskasse allen und gleichzeitig niemandem gehört und niemand Verantwortung darüber hat. Die korrupten Politiker bekommen zum Dank auch noch eine schöne Rente, wo sie problemlos leben können, nachdem sie den Staatsbankrott eingeleitet haben.

In Monarchien sind die Schatzkammern privater Besitzt, das heißt würde der König versuchen die Kasse zu plündern un den Inhalt zu verprassen, dann und würde er sich und seiner Familie nur selbst schaden. Die Verantwortung über die Fülle der Kasse steigt, wenn dein eigenes Wohlergehen, der Lebensstandart deiner Familie und die Zukunft deiner eigenen Kinder daran hängt und nicht nur das abstrakte "Volk".
Selbst im Vergleich verschwenderische Monarchen wie Charles I. , oder die autistische Tochter Christina des Schwedenkönigs Gustavus Adolphus, brachten nicht wie demokratische Republiken permanente, sondern nur temporäre Schäden, welche von den Nachfolgern wieder ausgebessert wurden, dessen persönlicher und familiärer Lebensstandart von einer gesunden Kasse abhang.


2. Ausbeutung der Bevölkerung durch Steuern und Inflation
Der Steuersatz bei Monarchien in Europa war im Vergleich zu den heutigen Demokratien minimal. Nur in Kriegszeiten erhoben die Monarchen höhere, lasthaftere, schwere Steuern, aber diese wurden auch (was für den BRD-Bürger gar verwunderlich klingen mag!) wieder zurückgeschraubt. Inflation in Form von minderwertigen Münzen mit weniger Edelmetall, wie zur Herrschaft des Franzosenkönigs Philip IV., war auch nicht permanent, sondern waren meist vorrübergehend, nachdem die Kriege geschlagen wurden und die Not vorrüber war. In einer Demokratie wird die Last nur weiter und immer weiter vergrößert, sowohl in Steuern, als auch in Inflation, in Kriegs- und Friedenszeiten und das Land in den Bach runtergewirtschaftet. Würde der König das Land völlig ausbeuten, dann würde er ebenfalls nicht nur sich selbst, sondern den zukünftigen Besitzt seiner Kinder zerstören.
Deshalb blieb über den Verlauf von Jahrhunderten die Besteuerung durchschnittlich bei 5-8% des Bruttonationaleinkommens (BNE), dazu existierten praktisch keine Einkommenssteuern vor 1914. Zum Vergleich; heute liegt die Steuerlast bei 50% des BNEs (!), wofür wird dieses Geld ver(sch)wendet? Das meiste davon für Wohlfahrt- und Sozialprogramme, um Wählerblöcke zu bestechen.


3. Klarheit der Machtquelle
In unserer Demokratie weiß niemand wer die Macht hat, die Machthalter liegen im Dunkeln. Ist es der Bundeskanzler. Aber auch ist es das Parlament mit mehr Köpfen, als eine wütende Hydra. Es sind auch die modernen Meinungs-Priester unserer Zeit, die Journalisten, die Medien, die Meinungsmacher. Es sind aber auch die ideologisch voreingenommenen Konzerne wie Google, Twitter und Facebook. Und es sind auch Jeff Bezos, Bill Gates, George Soros und Klaus Schwab.
Die dezentralisierten Eliten haben es in so einem System viel einfacher sich hinter der politischen Schmierenkomödie zu verstecken, wo sie die Strippen ziehen können und große Einflüsse haben.

In einer Monarchie jede politische Aktion direkt auf den König zurückzuführen. Der König ist einem höherem, konzentrierterem Druck der Allgemeinheit ausgesetzt. Der Blick der Öffentlichkeit ist nicht verstreut auf mehere Punkte, so wie es jetzt ist, sondern die Nöte des Staates sind ständig auf die Entscheidungen des Monarchen zurückzuführen. Wenn etwas im Staat falsch läuft, dann weiß sofort jeder, wo die Quelle des Übels liegt, als mit einem Parlament mit hunderten Köpfen und nochmal hunderten dezentralisierten, nicht-staatlichen Institutionen, Millionären und Journalisten.


4. Korruption und Vetternwirtschaft
Jetzt könnte man natürlich sagen, dass in einer Monarchie sich ja nur eine Gruppe an Schmeichlern beim Monarchen einschleimen muss, um sich dann an wie Parasiten an dessen Reichtümern zu laben. Ok, solides Argument.
Wieviele Schmeichler und Korrupte gibt es in einem Parlament bzw. in den Landesparlamenten? Wir haben mehere tausende davon in jeden Ländern, die Anzahl für mögliche Schmeichler und Korrupte vervielfacht sich im gigantischem und astronomischem Ausmaße. Wieviele Beraterskandale hatte die BRD mittlerweile? In diesem System gibt es tausende Abgeordnete mit millionen an Schmeichlern und Nutznießern.


5. Langzeitiges Planen und Stabilität vs. Kurzreaktionismus und Chaos
Das Parlament ist nicht eine Person, es sind hunderte verschiedene Personen mit verschiedenen Persönlichkeiten, Werten, Hintergründen, Motiven und Plänen. Selbst in bei einer einzigen Partei gibt es Fraktionen und Flügel, noch dazu Wechseln alle 4 Jahre die Sitze im Parlament. Wenn dieses System eine Personifizierung hätte, dann wäre es ein geistiger verwirrter Crackpott-Junkie mit multipler Persönlichkeitsstörung, welcher 24/7 Rap-Battles mit sich selbst in seiner Gummiezelle abhält.
Ein demokratisches Parlament ist zugestopft mit Wendehälsen, welche ihre Entscheidungen von einer wiederrum wendehälsigen Wählersschaft ableiten müssen, welche wiederum ihre Meinungen von einer wendehälsigen Journalistenschaft bekommen. Alles in diesem System ist Chaos und Spontanität, sodass die Entscheidungen nur chaotisch und spontan sind.
Ein Politiker ist dazu motiviert so viel wie möglich in 4 Jahren zu machen, damit er wiedergewählt wird, also mehr Sozialismus und mehr Schulden, mehr Geld für die Plebs, welches ich von den Plebs abnehmen muss. Mehr blinder Aktionismus für Aktionismus willen, damit man in der Gunst der Journalisten-Priester bleibt. In so einem System ist eine langzeitige Vision nicht möglich und Fraktionismus herrscht vor, meist endet dieser Fraktionismus, indem eine bestimmte Gruppierung mit Gewalt institutionelle Macht übernimmt und eine praktische Einparteienherrschaft beginnt, oder ein Caesar die Republik stürzt. Frankreich zum Beispiel hatte diese Caesar-Figur in jüngster Zeit in Form von De Gaulle, Frankreich befindet sich übrigens auch mittlerweile in der 5ten Republik, ziemlich stabil diese Republiken, wenn sie alle Jahre eine neue ausrufen müssen.

Der König wiederum kann nicht in seinem Kopf die Unentschlossenheit und Schizophrenie eines Parlaments simulieren. Er ist entschlossener und hat die Möglichkeit langzeitig für sich und sein Reich in die Zukunft zu denken. Ironischer Weise sind es auch selbst in Republiken Monarchen ähnelnde Figuren, welche langfristig Macht sichern können und dem Land eine Vision geben, welche den Fraktionismus kurz unterdrücken und in der Geschichte am bedeutensten gelten.


6. Inflation an Gesetzten
Der Monarch war früher dafür verantwortlich bereits existierende Eigentumsrechte zu verteidigen, anstatt das Land mit Gesetzten zu überfluten. Man kann dies bei der französischen Monarchie sehen, selbst wenn neue Gebiete ins Reich kamen leistete der König bei der Krönung einen Schwur örtlichen Bräuche und Gesetze der dort lebenden Bevölkerung zu schützen.

Heute spucken die Parlamente tausende Gesetze pro Jahr aus, welche legalistische Ungewissheit über Freiheit und Wirtschaft bringen, noch nie wurden so viele Gesetzte ausgekotzt, als im Zeitalter der parlamentarischen Demokratie, wo unzählige Gesetzte weiter zu Lasten der Freiheiten des Bürgers fallen und die Macht des Staates bedrohlich anwächst.


7. Größe des Staates
Krankenhäuser, Straßenbau, Schulen und Kindergärten, all diese Institutionen wurden früher privat gehalten, ohne dem staatlichem Dogma unterworfen zu sein und die Monarchie gab den Großteil der niedrigen Steuern in Friedenszeiten für die Instandhaltung des Militärs aus, größere Projekte wie Bauten und Kunst fanden statt, aber es gab keine großflächige, zentralgesteuerte Planwirtschaft und die wirtschaftliche Entwicklung war den Bürgern meist selbst überlassen. Planwirtschaftliche Projekte blieben in Grenzen und erreichten nicht die Größe an Planwirtschaft, welche wir heute haben.


8. Massenschlachten, Kollektivschuld und ethnische Erbfeindschaft
Unter Monarchien wurde Krieg immernoch mehr als eine Art Duell in Großfassung betrachtet. Meistens zogen die Heere von zwei Lehnsherren zum Krieg aus und stellten sich nur auf, um ihre Macht vor ihrem Wiedersacher zu demonstrieren, eine diplomatische Lösung blieb weiterhin auf dem Verhandlungstisch, um unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, dies war auch aus wirtschaftlichem Sinne begehrter, als eine kriegerische Auseinandersetzung, denn Gefolge mit Ausrüstung und das Üben mit Schwert, Schild und Pferd war teuer und zeitaufwändig, die Heere waren demnach eher klein. Es nach wiederholtem Scheiterns von diplomatischem Gesuch auf dem Schlachtfeld wurde die kriegerische Lösung vollzogen.

Die Französische Revolution änderte dies dramatisch, neue Ideen wie Nationalismus verwandelten die Armee von einer verhältnismäßig kleinen königlichen Garde nun zu einer Mobarmee, welches für das "Volk" kämpfte und in Massen ausgehoben wurde. Die Zeit der inflationären Truppenstärke brach an. Wehrpflicht war zu dieser Zeit noch eine Neuheit, Zwangsrekrutierungen fanden hier und da vor dem 18ten Jahrhundert statt, doch nie in diesem Ausmaße wie jetzt. Hunderttausende und Millionen von jungen Männern wurden in die Schlacht geworfen und wischten mit den kleineren Armeen der europäischen Monarchien den Boden. Das Leben eines Soldaten wurde nun wertloser und verheizbar, zu Napoleons Ende war die Französische Armee ein Heer aus zwangsrekrutierten Halbwüchsigen, da die Älteren inzwischen alle gefallen waren.
Die private, persönliche From des Krieges kann immernoch in der Geschichte nach Napoleons Rückkehr von Alba gesehen werden. Die Koalitionsmächte führten keinen Krieg gegen Frankreich, sondern sie sagten explizit, dass dies ein Krieg gegen Napoleon ist und nicht gegen das kollektive, französische Volk. Nach Waterloo wurde kein Morgenthau-Plan, kein Genozid, keine Gehirnwäsche und keine Schuldkultur auf das französische Volk entwickelt.

Nun ist das "Volk" oberster Souverän und trägt somit auch die Verantwortung für die Handlungen des Staates, deshalb ist es auch bestraftbar. Erst nach dem Aufkeimen von Nationalismus wurde auch der Begriff des Erbfeindes üblich. Der Krieg war nun nicht mehr ein eher persönlicher Kampf zwischen 2 Monarchen und ihrem Gefolge, es war ein Kampf um Leben und Tod zwischen 2 Gesellschaften. Totaler Krieg.


9. Vernichtung von Kulturen - "Schließ dich den Borg an! Töte deinen Nachbarn, weil er eine andere Sprache spricht!"
Damit eine Großdemokratie weiterhin, mehr schlecht als recht, funktionieren kann muss man die kulturellen Interessensgruppen veringern, denn es wird unweigerlich dazu kommen, dass die größte Interessensgruppe die Kleinen unterdrückt und die kleineren Interessensgruppen aufbegehren. Plötzlich wird die ethnische Reinheit wichtig, wo sie Anfangs nicht wichtig war. Es benötigte mehr Staatsmacht und mehr Indoktrination in den Bildungsinstitutionen, einen größeren Staat, einen totaleren Staat.
Nationalismus wurde ein Auslöser für das Rechtfertigen der Zerstörung von allen Kulturen, welcher sich nicht der Leitkultur unterwarfen und sich restlos in das Kollektiv assimilierten. Das republikanische Frankreich fing einen kulturellen Kreuzzug gegen die Bretonen, Okzitaner, Franco-Provenzialen und Basken an, praktisch alle Nicht-Franzosen innerhalb Frankreichs.
"In den 1880er Jahren führte Jules Ferry eine Reihe strenger Maßnahmen durch, um die Regionalsprachen in Frankreich weiter zu schwächen, wie ein Bericht Bernard Poignants von 1998 an Lionel Jospin zeigt.[6] Dazu zählte, dass Kinder von ihren Lehrern bestraft wurden, wenn sie eine andere Sprache als Standardfranzösisch, also etwa Okzitanisch oder Bretonisch in der Schule sprachen. Bei Verstoß drohten verschiedene Maßnahmen wie das so genannte "le symbole", bei denen Kindern und Jugendlichen zur Strafe ein Klotz um den Hals gehängt wurde.[7]"
Frankreich verwandelte sich in kulturelles Ödland, was wohl einst eines der sprachlich vielfältigsten Regionen war, wurde nun völlig gleichgeschalten.

All diese Maßnahmen würden sich für einen Staat wie Österreich-Ungarn völlig irrwitzig und selbstzerstörerisch anhören. Eine Monarchie hing nicht von ethnischer Gleichschaltung ab, denn der König ist das Land welches er regiert, egal der ethnischen Gruppe über welche er herrscht. Monarchen konnten mehere Sprachen, um sich mit ihren Untertanen zu verständigen, es war nicht ungewähnlich, dass ein Monarch über ein halbes dutzend verschiedene Sprache fließend beherrschte. Nun, jetzt würde man natürlich sagen, dass Österreich-Ungarn aufgrund von dem kollektivem Aufbegehren der Nationalitäten plötzlich scheiterte ... nein, pure Propaganda und Halbwissen!

Österreich-Ungarn führte demokratische Parlamente (eigentlich Oligarchien mit dem durch Journalisten beinflussten Volkswillen, als Legitimierung) in seinem Reich ein. Zuerst wurde dies bei den Ungarn erlaubt (welche ebenfalls schnell eine Assimilierung aller anderen Kulturen begannen), dann bei allen anderen Völkern, als die Intellektuellen (Journalisten, Meinungs-Priester) sich beschwerten. Plötzlich waren abstrakte Konstrukte wie Nationalitätszugehörigkeit ein Thema, aber Leute identizifierten sich nichtmal mit ihrer Sprache und Herkunft. Ein Deutschsprachiger identifizierte sich manchmal eher als Ungarn zugehörig und ein Ungar, als ein Deutscher. Die Leute hatten keine Zeit sich mit irgendwelchen, weltfremden Abstraktionen zu befassen, welche zur krankhaften Obsession von den sogenannten ""Intellektuellen"" wurde. Erst mit dem Aufstieg von Parlamenten wurde Nationalität ein Thema, als die Völkerparlamente sich anfingen gegenseitig zu zerfleischen und selbst dann brauchte es:
1. Den Tod des Kaisers Franz Joseph I., welcher beliebt war und das Land zusammenhielt
2. Das Aushungern Österreich-Ungarns durch die allierte Blockade
3. Den Sturz der Monarchie, durch deinen sozialdemokratischen Putsch in Wien
4. Das Aufspalten Österreich-Ungarns, durch die allierten Mächte, welche das Recht auf Selbstbestimmung nutzen, um einen Feind zu zerschlagen




TL;DR
Demokratische Republiken beuten ihre eigene Bevölkerung mehr aus, sie sind korrupter, sie sind fraktioneller und chaotischer, sie sind bürokratie-lastiger, als absolute Monarchien. Sie beschwören kulturelle Vernichtungskriege, durch Nationalismus, auf und kollektivisieren, wo sie nur können. Die Schwächen einer Monarchie werden in einer demokratischen Republik nur um das 1000fache verstärkt und verschlimmert.

 

Schpinnenmann

Ledersockenstreicher
ich glaube nicht das Nationalismus unser Problem ist, wenn überhaupt haben wir zu wenig Nationalismus.

Informier dich mal über die Verbindungen, die die Habsburger zur Paneuropa Union haben.
Nein, den gesunden Nationalismus, welchen du meinst gab es schon immer. Ein Mensch war stolz auf die Erzeugnisse und Taten seines direkten Stammes, seiner Familie und des Klans. Er hatte direkte Eigengruppenbevorzugung für seine eigenen Leute und Fremdgruppenbevorzugung für Fremde, also eine gesunde, auf Direktkontakt und Beziehungen beruhende Empathie. Der moderne Nationalismus wird dann zum Problem, wenn er mit demokratischen Werten in Verbindung kommt und Interessensgruppen unweigerlich sich die Köpfe einschlagen werden, wo die größte kulturelle Interessensgruppe die anderen unterdrücken wird. Es braucht daher einen Monarchen, welcher die verschiedenen Gruppen unter sich vereinigen kann. Dies muss nichtmal ein typischer Monarch sein, es kann auch einfach ein Lee Kuan Yew sein, welcher von allen, oder den meisten, Interessensgruppen gleichzeitig geachtet wird.

Es ist mir auch bewusst, dass Monarchen beinflusst werden können, jedoch wäre dieses unperfekte System besser, als das System, welches wir momentan haben, von wirtschaftlicher und freiheitlicher Sicht, allein weil die Macht besser in einer Person konzentriert ist und beobachtet werden kann, als in einer parlamentaren Demokratie, wo du auf tausende Abgeordnete und Hintergrund-Spieler achten musst.
Ein Rapustin, welcher sich hinter einem Thron versteckt ist offensichtlicher und leichter ausfindig zu machen, als mehere hundert Raspustins hinter tausenden Abgeordnetensitzen.
 

Brutus509

Nestarchitekt
Ist Saudi Arabien und Swasiland wirklich so viel besser dran als wir?
In Swasiland gibt es pro Demokratie demonstrationen, gibt es in irgendeiner Demokratie so große pro Monarchie demonstrationen?
 

moonwoman

Gesalbter Bienenmärtyrer
Ist Saudi Arabien und Swasiland wirklich so viel besser dran als wir?
In Swasiland gibt es pro Demokratie demonstrationen, gibt es in irgendeiner Demokratie so große pro Monarchie demonstrationen?
Neger- und Sandnegerstaaten scheitern wegen Negern und Sandnegern, nicht wegen der Staatsform. Und ja, die Regierungen beider Länder sind unserer Regierung vorzuziehen, weil sie wenigstens einen Hauch von Ehrlichkeit besitzen.
 

Schpinnenmann

Ledersockenstreicher
Ist Saudi Arabien und Swasiland wirklich so viel besser dran als wir?
Denk mal nach, was mit allen Ländern in Nordafrika und dem Nahen Osten geschehen ist, entweder wurden diese Pseudo-Dikaturen, oder sie wurden zu korrupten Dreckslöchern, weil die Leute eine völlig andere Kultur haben. Ich hege keinen Zweifel, dass dieses Schicksal auch sofort Saudi-Arabien passieren würde, sollte dieses eine demokratische Revolution erleben, denn das Königreich ist auch in Sunni und Shia getrennt und wir wissen, dass in einer gespaltenen Demokratie mit kulturell getrennten Interessensgruppen die Größte immer gewinnt und die Minderheit unterdrücken wird, sowas haben wir seit Jahrzehnten im Irak gesehen, wo die Schiiten die Sunnis unterdrücken, welcher vom shiitischem Iran untersützt werden.
Von Swaziland garnicht zu sprechen, welches vollständig von Südafrika umgeben ist, und auch von diesem noch vollkommen politisch und wirtschaftlich abhängig ist, welches gerade auf dem besten Weg ist ein Gescheiterter Staat zu werden. Die Veränderungen wären minimal, wenn ihnen nun das Recht auf Wahlen zugesprochen werden würde, sie würden wohl die erstbeste sozialistische Partei wählen, welche einen Einparteienstaat errichten würde und das Land nur noch effektiver Ausbeuten und unterdrücken würde.


In Swasiland gibt es pro Demokratie demonstrationen, gibt es in irgendeiner Demokratie so große pro Monarchie demonstrationen?
Ja, in Lichtenstein. Das hat zwar ein Parlament, aber die Demokratie dort ist klein. Die dortige Bevölkerung bevorzugt anscheinend auch einen weitsichtigen Herrscher gegenüber einer kurzsichtigen Oligarchen-Clique mit deutlicher Mehrheit, denn diese haben ihm sogar noch mehr Macht gegeben.
Etwa zwei Drittel der 17.000 Stimmberechtigten gaben am Sonntag seinem Begehren nach mehr Macht das Ja-Wort. Nun kann der 58-Jährige auch seine Regierung entlassen, ohne dies näher begründen zu müssen. Ein Gegenvorschlag, nach dem das Liechtensteiner Parlament mehr Rechte bekommen soll, kam nur auf rund 16 Prozent.
 

FotzenZerficker

Gesalbter Bienenmärtyrer
Und aus irgendwelchen Gründen wäre dann jemand König von Deutschland den ihr gut findet?
Wer garantiert dass nicht Baerbock auf dem Tron sitzen wird?
 

Hieronymus

Ledersockenstreicher
Die Schatzkammer ist in einer Demokratie Opfer der Tragik der Allmende (tradgedy of the commons).
Su
Der Steuersatz bei Monarchien in Europa war im Vergleich zu den heutigen Demokratien minimal.
Ist das der Staatsform geschuldet? Eine Demokratie könnte auch nur minimale Steuern erheben.
In unserer Demokratie weiß niemand wer die Macht hat, die Machthalter liegen im Dunkeln.
In letzter Konsequenz ist dein Post Kapitalismuskritik. Es wird in allen Staatsformen plutokratische Tendenzen geben, solange kein Mechanismus die Anhäufung von Kapital verhindert.
Wenn man den Monarchen beiseite räumt, bleibt der tiefe Staat immer noch bestehen.
 

Schpinnenmann

Ledersockenstreicher
Ist das der Staatsform geschuldet? Eine Demokratie könnte auch nur minimale Steuern erheben.
Weil Demokratie einfach nur daraus besteht Interessensgruppen und Wählerblöcke mit Versprechen, Bestechungen und Sozialprogrammen auf seine Seite zu ziehen. Die Sozialisten in Venezuela haben sich so ständig an der Macht halten können, indem sie genau dies getan haben. Die Demokraten in Amerika übrigens auch mit den afro-Amerikanern, welche seit Jahrzehnten mit Sozialprogrammen zu Demokratenstammwählern geworden sind.
Die Gruppe, welche einem die meisten Stimmen zur Wahlurne bringen kann und die zahlreichste ist, wird mit Geschenken aus der öffentlichen Kasse bestochen und die kleinere Interessensgruppe wird ignoriert und je nach Besitz ausgebeutet, um bei der größeren Massen zu punkten. Sozialismus ist immanent in einer Demokratie, landesweit und auf lokaler Ebene. Demokratie ist der Wettlauf für mehr Sozialismus, denn derjenige, welcher die Sozialprogramme streichen will, der wird nicht gewählt, weil es nicht im Interesse der Wähler wäre, welche von genau diesen Programmen profitieren. Versuch heute mal in egal welchem Land darauf Wahlkampf zu machen, dass du die Geldhähne für die Wähler zudrehst, du würdest völlig fertiggemacht werden von den Sozialisten.

Ein Beispiel an Berlin:
Es gibt mehr Mieter, als Vermieter in Berlin. Die Vermieter haben also einen niedrigeren Status bei den Politikern. Die Vermieter können ganz einfach, als eine Art Feudalherren-Clique verklärt werden, weil sie wie ein Monarch einzeln über die Gebäude 'herrschen', gleiches gilt für alle Arten von Unternehmensführern. Die Sozialisten haben leichtes Spiel die Mieter gegen die Vermieter aufzurüren, Wahrheit und Fakten zählen hier nicht, die Wähler werden von purem Selbstinteresse getrieben.

In letzter Konsequenz ist dein Post Kapitalismuskritik. Es wird in allen Staatsformen plutokratische Tendenzen geben, solange kein Mechanismus die Anhäufung von Kapital verhindert.
Wenn man den Monarchen beiseite räumt, bleibt der tiefe Staat immer noch bestehen.
Ich rede nichtmal unbedingt von dem Internationalem Kapital, ich rede hier von der modernen Priesterklasse, den Journalisten und die Medien, diese steuern die Wahlen und auch die Entscheidungen der Politiker. Sie können diejenigen wählen, welche die nächsten Bundeskanzler wählen können, indem sie diese im gutem Licht dastehen lassen und denjenigen einfach ignorieren, oder verteufeln, welcher ihnen nicht gefällt. Die Universitäten und Schulen sind ebenfalls langzeitig mächtiger, als jede Anhäufung von Kapital, sie ziehen die Zukünftigen Eliten heran. Wer die Schulen und die Universitäten kontrolliert, der kontrolliert bereits die Gedanken und die Moral eines weiten Teils der Gesellschaft.
George Soros kann so viel Geld gegen Orban werfen wie er will, George Soros besitzt zwar Kapital, aber keine direkte Macht in Ungarn. Orban kann dessen Propaganda in öffentlichen Institutionen unterbinden und hat nun die Möglichkeit eine neue Jugend heranzuziehen, welche sich nach seinen Werten, Kultur Tugenden richtet, diese Leute werden die zukünftigen Polizisten, Richter, Parlamentsmitglieder.
 

Victory

Ledersockenstreicher
Oh man. Rosinenpickerei, teilweisige Romantisierung und Vergleiche mit Epochen, die technologisch, wissenschaftlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich völlig unterschiedlich und dass noch kombiniert mit einer völlig ungebiasten Meinung.
So kann man sich vieles auch schönreden.
 

Schpinnenmann

Ledersockenstreicher
Und aus irgendwelchen Gründen wäre dann jemand König von Deutschland den ihr gut findet?
Wer garantiert dass nicht Baerbock auf dem Tron sitzen wird?
Weil die dezentralisierten Eliten es nicht mögen, wenn es nur einen Einzigen gibt, welcher an der Macht ist, welcher nicht nach Belieben ausgetauscht werden kann. Sie mögen es eher, dass diese eine Marrionette für eine andere austauschen können, wenn diese problematisch wird und sie bloßstellt. Diese Regierungsform wäre privat und nicht kollektiv, sprich undemokraitsch, das Parlament ist ein Kollektiv. Selbst in Nordkorea gibt es noch immer Wahlen, welche die Legitimität des Dikators dort untermauern, weil Volkswillen der neue Gott ist. Die heutigen, meisten System berufen ihre Legitimität sich nicht auf gottgewollte, erbliche, private Königstümer, sondern auf Volkswillen, Austauschbarkeit und öffentliche Kollektive, wo niemand Verantwortung für irgendwas hat.
Baerbock zum Monarchen zu machen wäre ziemlich kontrapduktiv, weil man so die Illusion der Demokratie und den Volkswillen vernichten würde, welche in einer atheistischen Gesellschaft die Hauptlegitimation darstellt. Selbst Lukashenko hatte noch Wahlen, welche er manipulieren musste.
Wir haben keine Gewaltenteilung, aber es ist effektiver den Leuten eben jenen Fall vorzugauckeln unser gesamtes System besteht auf der Scharada der Demokratie und dass die Mehrheit es so eben will und deshalb konform ist, dass die Wähler selbst für ihre Fehler in den Wahlen verantwortlich sind, aber nun wären die Bürger entmündigt und Königin Baerbock und ihre Minister wären für alles verantwortlich.
Man kann viel besser Unruhe gegen "Diesen Alleinherrschenden Despoten", als gegen "diese von euch gewählten Oligarchen" machen, ersterer hat Persönlichkeit und zweitere sind eine austauschbare Masse.
 

Victory

Ledersockenstreicher
dezentralisierten Eliten
Darum wollen ja alle Parteien außer der AfD und so ziemlich jeder Promi und Think-Tank mehr Europa, sprich mehr Zentralisierung auf europäischer Ebene und Aufgabe der nationalen etc. Macht :nigga:
Alleine wie viel Macht die EU-Kommission und deren Beeinflusser jetzt schon haben...
 

Schpinnenmann

Ledersockenstreicher
Oh man. Rosinenpickerei, teilweisige Romantisierung und Vergleiche mit Epochen, die technologisch, wissenschaftlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich völlig unterschiedlich und dass noch kombiniert mit einer völlig ungebiasten Meinung.
So kann man sich vieles auch schönreden.
Was ist dein Gegenvorschlag und welches System ist der absoluten Monarchie überlegen? Das ist keine rethorische Frage, ich bin gern darüber bereit diese Ansicht zu verteidigen, oder zu debattieren. Ich habe diese Form von Regierung vorgeschlagen, weil ich sie für am sinnvollsten halte, als eine Vision, welche "wir" ansteuern sollten, das was nach unserem korrupten System kommen kann, welches auf keinen Fall perfekt ist, aber besser ist, als das jetzige System, "wir" brauchen eine Vision, welche nicht nur daraus besteht, dass unser Existenzgrund daraus besteht, dass wir gegen "die" sind und nichts an den Grundproblemen ändern, welche den ideologischen Boden für "die" gegeben haben. Was ist dein Gegenvorschlag?


Darum wollen ja alle Parteien außer der AfD und so ziemlich jeder Promi und Think-Tank mehr Europa, sprich mehr Zentralisierung auf europäischer Ebene und Aufgabe der nationalen etc. Macht :nigga:
Alleine wie viel Macht die EU-Kommission und deren Beeinflusser jetzt schon haben...
Du hast mich falsch verstanden. Ich rede davon, dass nicht George Soros alleine die Macht hinter dem Vorhang hat. Es ist eine internationale Gemeinschaft aus Millionären, Medien, Organisationen und Gruppen, welche mehr oder weniger das selbe Ziel haben und sich gegenseitig beeinflussen. Und ja, es ist gut für sie, dass Europa besser, durch ein einziges Parlament kontrolliert werden kann, als dutzende, dezentralisierte Parlamente zu kontrollieren. Am besten sollen die europäischen Sprachen durch Englisch ersetzt werden, sodass die Meinungen von Amerika noch besser zu Europa überschwappen, dies würde den Journalisten nur noch mehr Macht geben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Victory

Ledersockenstreicher
absoluten Monarchie überlegen?
Erst einmal sind so ziemlich alle Diktaturen in Form in Europa tot oder durch Parlament und Regierungschef gegeißelt und es herrscht ein allgemein geringes Interesse, diese wieder herzustellen. Da bevorzugen die meisten noch eher eine klassische Parteien-Diktatur.
Dazu gibt es in Deutschland kein oder mangelndes Interesse an den Adelsfamilien. Allgemein ist die wichtigste historische Figur für Deutschland auch eher ein Bismarck als ein Wilhelm. Ein früheres deutsches Reich war auch nicht zuletzt an den mangelnden Willen der Monarchen gescheitert, weil sie ihre Macht verlieren wollten.
1. Verantwortung für Staatsverschuldung
Es gab auch hedonistische Geldverbrenner in Monarchien (sei es wegen extravagante hedonistische Lebensstile wie oder oder unnötige Kriege) wie es geldbewusste Demokratien und normale Diktaturen gibt,.
Beispiel: Die Franzosen mit Ludwig XVI, Carl II. mit seiner Alten, Philip II. aus Spanien (bzw. das spanische Königshaus generell) oder die Windsors, die trotz ihrer eigenen Unternehmen Geld vom Staat kassieren vs. die Schweiz oder Estland, welche keine heftige Schulden haben und trotzdem was vorweisen können.
Aber naja. Wenn man schon damit kommt, wie doof Sozialprogramme sind, weil Deep State und so...
Selbst im Vergleich verschwenderische Monarchen wie Charles I. , oder die autistische Tochter Christina des Schwedenkönigs Gustavus Adolphus, brachten nicht wie demokratische Republiken permanente, sondern nur temporäre Schäden, welche von den Nachfolgern wieder ausgebessert wurden, dessen persönlicher und familiärer Lebensstandart von einer gesunden Kasse abhang.
Wo ist der Vergleich? Wo ist der Vergleich.
"Was? Staaten aus den jüngeren Jahrhunderten haben weniger Ausgaben als heutige moderne Staaten?"
In Monarchien sind die Schatzkammern privater Besitzt, das heißt würde der König versuchen die Kasse zu plündern un den Inhalt zu verprassen, dann und würde er sich und seiner Familie nur selbst schaden.
Haben dann einfach nur andere Länder und Kontinente geplündert. Viel besser :not bad:
Und Steuern SIND Raub. Die sind in nicht wenigen Monarchien in den späten Jahren ebenfalls gestiegen, um ihre Reiche zu finanzieren und weil die Leute mehr oder weniger in der Gesamtheit reicher wurden.
Klarheit der Machtquelle
Weiß man das auch zb. beim Puyi, den letzten chinesischen Kaiser? Oder generell bei Herrschern, die entweder zu jung sind oder zu alt sind?
Und bedenke, dass viele Monarchen Berater hatten. Das wissen wir vlt., aber wussten das auch die Leute früher, wo die meisten nicht mal lesen konnten?
Und du kannst bei vielen Entscheidungen mit ein wenig Recherche grob herausfinden, wer oder was hinter den Entscheidungen steckt. Dafür müsste man aber dann googeln und lesen.​
Korruption und Vetternwirtschaft
Der Kolonialismus lässt mich zweifeln. Wer glaubt, die Monarchen sind da einmarschiert, um das Volk zu beglücken oder nur des nationalen Egos wegen, der irrt sich. Gewinne aus den Kolonien wurden privatisiert. Die Kosten für die Besatzung und den Blutvergießen durfte der Steuerzahler begleichen. Klingt doch wie ein Topgeschäft.
Auch fraglich, ob eine weitgehend freie Marktwirtschaft mit einer starke Autorität auf eine reine Autokratie ist und dann nicht eher auf eine Plutokratie beziehungsweise (korrupt-autoritäre) Korporationismus.​
Wieviele Schmeichler und Korrupte gibt es in einem Parlament bzw. in den Landesparlamenten? Wir haben mehere tausende davon in jeden Ländern, die Anzahl für mögliche Schmeichler und Korrupte vervielfacht sich im gigantischem und astronomischem Ausmaße. Wieviele Beraterskandale hatte die BRD mittlerweile? In diesem System gibt es tausende Abgeordnete mit millionen an Schmeichlern und Nutznießern.
Dafür müsste man aber auch ALLE bestechen und nicht nur EINEN bzw. und dessen Berater und Vasallen (falls die Berater nicht die Bestecher sind).
Dafür gab es auch keine Möglichkeiten. Du kannst nicht in der Summe Geldmünzen "drucken" wie Scheine oder gar irgendwelche Zahlen in den Commodore64. Bei den teils exzessiv teuren Kriege und Kolonien hätte es mich gewiss nicht gewundert, wenn die Monarchen es nicht auch so gemacht hätten wie die FED (aber natürlich nur "zeitweilig" :nigga:)
Massenschlachten, Kollektivschuld und ethnische Erbfeindschaft
Massenschlachten:
Es gab WESENTLICH weniger Menschen in Europa und die Technologie war auch anders (und das weißt ja sogar du).
Du kannst nicht Großschlachten und Belagerungen aus den 14th Jahrhundert mit der Verdun, die Schlacht um Kursk oder die Belagerung von Stalingrad und Leningrad oder die Schlacht um Dajeon vergleichen. Zumindest nicht, ohne wirklich verwundert zu sein, dass die Opferzahlen und Armeestärken so unterschiedlich sind oder um eine bereits vorgefertigte Meinung zu verstärken. Ein M1 Garand und ne AK47 sind potenziell tödlicher, weil es anders als ein Schwert oder Morgenstern keine Kunst ist eine Schusswaffe zu "beherrschen" (gerade die AK). sie billiger, besser und schneller produziert werden können (und das weißt sogar du) und (zumindest stelle ich das jetzt in den Raum. Bin kein Gun Nut) potenziell ein höheres Kill-"Risiko" haben als das Schwert (vor allem weil es damals mit Rüstungen einen besseren Schutz gegen Schwerter gab als es heute wirksamen gegen Kugeln gibt).
Plus minus Gesundheitssystem und med. Fortschritt und dass es wesentlich einfacher für uns ist, Schlachten aus den Weltkriegen mit Zahlen zu versehen als Schlachten und Kriege vor ü. 500 Jahren.
"Was? Heute sterben mehr Menschen bei Schlachten und Kriege, weil sie bessere Waffen haben? Das kann nur der Beweis sein, dass die Monarchie besser ist, weil es im Mittelalter keine Bomber, Sturmgewehre und Hohlladungsgeschosse gab".
Kollektivschuld:
Kein Ahnung. Die Erbschuld? Deutsch-spezifisch. Ich höre kaum ein Tommy über die vielen Genozide des Empires rumjammern noch einen Ami über die Verbrechen in Vietnam außer es ist ein linker Hippie.
Eth. Erbfeindschaft:
Moly holy. Dann waren die Franzosen und die Engländer nie wirkliche Todfeinde? Den hundertjährige Krieg haben die alle einfach vergessen und vergeben und habne nie Gräule gegen einander entwickelt?
Größe des Staates
Mehr Staatsgebiet führt in der Regel zu mehr Steuern, zu mehr strategisch-wirtschaftlichen Positionen wie Häfen oder Flüsse, zu mehr Manpower, zu mehr Land für Agrar, zu mehr Rohstoffe etc.
Kurz zu mehr Macht. Brauchst nur einen kompetenten Herrscher... nur waren die meist Mangelware.
Und viele Länder waren schon lange vor der Demokratisierung "groß" und Kolonialmächte insofern verstehe ich den Front gegen Demokratien hier nicht.
ie Französische Revolution änderte dies dramatisch, neue Ideen wie Nationalismus verwandelten die Armee von einer verhältnismäßig kleinen königlichen Garde nun zu einer Mobarmee,
Gabs schon davor. Frankreich hatte schon in den 1740er ne sechsstellige Armee (ähnlich wie Österreich und Preußen).
Durch den technischen Fortschritt, Piraten, der wachsenden Bevölkerung Europas, der Kolonialisierung und der langsame Wandel weg von Agrargesellschaft war man in der Lage, größere und ständige Armeen zu halten. Es war zum Teil auch notwendig, da gerade die Franzosen kriegslieb waren und der (See)Handel und die Kolonien beschützt werden mussten. Dazu reichten die Söldner und kleine "Armeen" einfach nicht mehr aus.
Ich möchte aber auch dran erinnern, dass die Franzosen im ersten Koalitionskrieg die Verteidigern gegen so ziemlich alle Länder Europas. Sprich die Armee war zu klein und ohne die Zwangsrekrutierung hätten die Franzosen verloren. Sprich die Franzosen waren kriegsbedingt gezwungen, die Wehrpflicht einzuführen, um nicht besetzt zu werden. Insoweit billig, dass den Revolutionären vorzuwerfen, als hätten sie nur gemacht, weil sie Bock drauf hatten und möglichst viel unschuldige junge Männer sterben zu lassen. Die richtig blutigen Kriege kamen ja erst mit Kaiser Napoleon.
Vernichtung von Kulturen
Der war gut.
Gerade die Geschichte des Tommy, der Römer (seitdem sie ein Kaiserreich waren) und die Spanier fußen auf das massive Auslöschen und Unterdrücken anderer Völker und Kulturen... oder zählt die Kolonisierung und die Abenteuer der Spanier in Lateinamerika nicht, weil es keine Europäer waren?
Es gab schon wesentlich früher Nationalismus und es wurden schon früher Völker unterdrückt, ausgelöscht oder "integriert".
Inflation an Gesetzten
Hat damit zu tun, dass es früher wesentlich weniger "regulierbares" gab und auch wesentlich weniger Menschen existierten. Glaubst du, dass die Leute früher auch Gesetze für die Regulierung ihrer Auspuffanlage ihres Porsche 911 hatten? Nein. Ob es heute eine Überregulierung gibt, sei mal dahingestellt, aber es ist kein genereller Punkt, den alle Demokratien machen ebenso wie es Monarchien machen.
Und ob die Leute früher wirklich "frei" waren, wage ich aufgrund der starken Kirche und des absoluten Machtanspruch der Herrscher (was unter anderem zu den Verbot von Kritik führte) mal zu bezweifeln. Ein Volk muss zwangsläufig nicht "frei" sein, weil es viele Gesetze hat, noch muss ein Volk "frei" sein, weil es kaum Gesetz gibt. Es kommt auf die Gesetze an und wer oder was noch das Sagen (zb. religiöse Institutionen) hat.
Langzeitiges Planen und Stabilität vs. Kurzreaktionismus und Chaos
Das ist kein Single-Point einer Monarchie. Es gibt ja auch republikanische Staatsformen mit zentraler Macht-Figuren.
Genauso gut könnte man sagen, dass man schlechte demokr. Herrscher noch ohne großes Gezeter loswerden kann, während man schlechte Monarchen schwieriger wegbekommt. Merkel hätten wir auch ja im Notfall nur ein oder zweimal ertragen müssen, wenn es die Gesetze zugelassen hätten.
Der König wiederum kann nicht in seinem Kopf die Unentschlossenheit und Schizophrenie eines Parlaments simulieren. Er ist entschlossener und hat die Möglichkeit langzeitig für sich und sein Reich in die Zukunft zu denken. Ironischer Weise sind es auch selbst in Republiken Monarchen ähnelnde Figuren, welche langfristig Macht sichern können und dem Land eine Vision geben, welche den Fraktionismus kurz unterdrücken und in der Geschichte am bedeutensten gelten.
Gelinde gesagt gewagt Behauptung.
Wie Hieronymus schon meinte, wird es immer Eliten und Fraktionen im Dunkel geben. Es gibt sie schon seitdem es Staaten bw. staatenähnliche Strukturen gibt. Es ist gelinde gesagt kindlich, wenn man wirklich denkt, dass in einer "Einheitsdiktatur" (egal ob republikanisch oder monarchisch) wirklich nur eine Haltung gibt und es keine Ränkespiele im Hintergrund gibt.
Demokratische Republiken beuten ihre eigene Bevölkerung mehr aus, sie sind korrupter, sie sind fraktioneller und chaotischer, sie sind bürokratie-lastiger, als absolute Monarchien. Sie beschwören kulturelle Vernichtungskriege, durch Nationalismus, auf und kollektivisieren, wo sie nur können. Die Schwächen einer Monarchie werden in einer demokratischen Republik nur um das 1000fache verstärkt und verschlimmert.
In der BRD muss heute keiner mehr hungern. Wenn du nicht arbeiten willst, bekommst du 400 Euro+ und Erstattungen bis zum Abwinken vom Staat. Es gibt genug Obdachlosenheime in den Städten. Das Gesundheitssystem funktioniert und es gibt für alle ein Grundangebot an Bildung...
Ach ne. Das sind natürlich alles Deep State Geschenke für den mündigen Bürger :nigga: (wobei vieles schon unter der Kaiserreichs-Flagge gab), aber der Kaiser und der König machen natürlich alles für ihre Leute und sind garantiert kaum korrupt.
Schon billig.

Erneut. Du vergleichst Länder und Gesellschaften aus völlig verschiedenen Epochen mit völlig unterschiedlichen Ausgangslagen. Kombiniert mit emotionalen Geweine wie
Das Leben eines Soldaten wurde nun wertloser und verheizbar
Opfer der Tragik der Allmende
als eine wütende Hydra
Ist quasi wie eine Puls-Reportage, wo vom Anfang an klar ist, was dabei rauskommen soll. Das kann jeder. Das ist nicht schwer Das kann ich auch.

Ich habe auch eher das Gefühl, dass das hier alles ein Epochen-Vergleich ist und kein richtiger Regierungsform-Vergleich plus eine lose Kapitalismus- und Wissenschaftskritik und dass Menschen und Staaten es wagen, den Status Quo zu ihren Gunsten zu wenden sprich "Wettbewerb" betreiben (und dafür sind ja warum auch immer Demokratien verantwortlich).
 

Schpinnenmann

Ledersockenstreicher
Ja, dies sind alles logische Kritiken, aber die Demokratie sorgt nunmal einfach nicht dafür, dass diese Punkte weniger werden, sondern sie sorgt einfach nur für mehr Kosten und für mehr Umverteilung, es ist ein Scharadespiel von Oligarchen im Vorder- und Hintergrund. Du kannst das ganze politische Spiel nicht unkorrupter machen, indem man mehr Leute in die Regierung holt.

Es gab immer Monarchen, welche ihr Geld verprassten, aber unter der Mehrzahl fast aller Demokratien, vor allem die Großdemokratien, geschieht dies ohne Stopp und ohne Ende, vor allem durch das Bestechen der Wähler, durch die Sozialprogramme. Alle konsitutionellen Monarchien sind deshalb, früher oder später, manche noch, manche bereits, mit dieser Last deutlich auf dem Pfad zum Sozialismus und zum absolutem wirtschaftlichem Zusammenbruch, oder zur Stagnation.

Das Regenten-Problem mit einem zu jungem Monarchen ist in einer Demokratie permanent, es wird immer einen Regenten-Rat bzw. ein Parlament geben, welcher immer unentschlossen sein wird. Ein Monarch ist davon keinesfalls ausgeschlossen unentschlossen zu sein, aber ein Parlament wird dies immer sein und werden dafür mehr Ressourcen verschwenden unentschlossen zu sein.

Monarchen erhoben Steuern, welche im konsequenten Sinne Diebstahl sind, aber niemals in dem Ausmaß, wie bei unseren momentanen parlamentaristischen Demokratien, welche diese ohne Senkungen und Nachlassung weiter erhöhen.

Konstitutionelle und absolute Monarchien kolonisierten, genauso wie demokratische Republiken.
 
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