Bedingungsloses Grundeinkommen

Lipool91

Honiggarde
Wenn es mit einer Arbeitspflicht (so um die 30h die Woche Minimum) einher geht bin ich voll dafür. Rentner und kranke wären von der Pflicht ausgenommen.
 

0815works

Ledersockenstreicher
Eine weitere Option: Wer keinen Job findet, der macht gemeinnützige Arbeit. Wieso liegt in einer Stadt, in der es viele Arbeitslose gibt, Müll herum? Passt für mich nicht zusammen. So lange es Dinge im öffentlichen Interesse zu tun gibt, dann werden die Menschen dazu verpflichtet eine Arbeit von der Stadt nachzugehen, und wenn es per Losverfahren immer wen anderes für eine Woche trifft. Wer da nicht mitmacht, der bekommt Leistung gestrichen und wenn das alles nicht hilft, dann kommt er in eine Sammelunterkunft wie die für Obdachlose oder in so einen Bau wie Studentenwohnheime.
Wenn es mit einer Arbeitspflicht (so um die 30h die Woche Minimum) einher geht bin ich voll dafür. Rentner und kranke wären von der Pflicht ausgenommen.
Ich bin jetzt irgendwie nicht dafür statt 1€-Jobber Harz4-Jobber zu erfinden.
Der Müll liegt da, weil es keine wirklichen Strafen gibt wenn jeder seinen Dreck überall hin schmeißt. Zudem werden viele Flächen nicht von Stadt/Gemeinde/Land gepflegt vieles wird einfach nicht gemacht, teilweise auch um Geld zu sparen. Ein Finne meinte zum Thema Müll auf den Straßen mal: "Wir haben Jedermannsrechte und das sind auch Jedermannspflichten."
Eine Denkart die viele nicht haben, es interessiert schlicht nicht was mit dem Müll passiert, genauso wie die Plakate bei FFF.
Ich dachte es gibt schon zu wenig Sozialwohnungen? Wo sollen diese Sammelunterkünfte herkommen?

Aber wir können gerne einen Harzer als Bundeskanzler wählen, der bekommt reduziertes Harz4 als Gehalt, da wär ich für. Die Beamtenjobs auf der Gemeinde etc. können sie auch gleich mit übernehmen, wir stecken die alle in die Verwaltung. :kappa:
 

honky

Ledersockenstreicher
Argumente dafür.
1. Das Anstands-Abstands-Gebot^tm wird wieder gewahrt.
Mit den ständig steigenden Mieten, Steuern und Abgaben sinkt der Abstand zwischen dem verfügbaren Kapital der arbeitenden Bevölkerung im Vergleich zu reinen Schmarotzern (ganz unten illegal eingereiste ausreisepflichtige Scheinasylanten; Grenze nach oben nach Ideologie) denen auch Harz4+Warmmiete (+gez +Grundausstattung +Krankenkasse +Telefonsozialtarif +etc pp) gezahlt wird. Mit einem an alle Menschen gezahlten bedingungslosen Grundeinkommen wird der gesamte Lohn zum realen Abstand gegenüber jenen die gar nichts beigetragen haben.

2. Das Renten-Ungerechtigkeits-Problem^tm wird gelöst. Im Übergang werden Renten die höher als das Grundeinkommen liegen noch gewährt. In Zukunft werden höhere Absicherungen (als das Grundeinkommen) rein der privaten Vorsorge überlassen. Dazu sollte vor allem der Erwerb von Wohneigentum zählen, wobei ähnlich wie in Italien der Erstwohnsitz nicht besteuert werden sollte. Angesichts immer längerer Ausbildungszeiten, immer kürzerer Anerkennungszeiten, immer höherer Abschläge, immer weiter steigender Renteneintrittsalter, immer geringerer Median-Löhne (bei steigenden Preisen und Abgaben), etc.pp. >> erwartet die heute unter 40 Jährigen mehrheitlich eine Rente welche ohnehin kaum über der (allen Schmarotzern^tm (s.o.) zur Verfügung gestellten) Grundsicherung liegt. 40 Jahre arbeiten für 100€ mehr als Asylbombo? dafuq

Da hier ja die meisten bei wall of text rumheulen belasse ich es erstmal dabei (wobei das Gesamtkonzept natürlich schnell ausgedacht ist steht! ;))
Die nächsten 2 dafür.
3. Familien mit Kindern würden relativ besser gestellt. Beruf oder Karriere verlieren gegenüber einem Dasein als Mutter an Wert. Es wird für jüngere Frauen/Menschen enorm erleichtert sich bereits in jüngeren Jahren für eine Familiengründung zu entscheiden, anstatt diese zu verschieben bis man hinreichend situiert ist. Ein Mangel an Geld sollte kein Grund sein sich gegen (mehr) Kinder zu entscheiden (genau - dieser Grund liegt eigtl. nur bei jenen Menschen vor, welche eigentlich lieber (mehr) Kinder haben sollten! ;))

4. Abbau von Bürokratie und Fehlanreizen. Beispielhaft sei hier nur das Bildungswesen genannt. Viele Menschen haben lange, unnötige und unsinnige Bildungswege. Das > 50% eines Jahrgangs studienberechtigt sind und auch ein Studium anfangen ist blanker Irrsinn und zerstört das Hochschulbildungswesen. Einer der ÖR-Migrantencomedians hat es mal schön auf den Punkt gebracht: "Dann meinte ich - Papa, was soll ich studieren? Sagt der - mir egal, irgendwas mit BaFöG". Noch nie wurden soviele hohe und höchste Bildungsabschlüsse gemacht, und noch nie ist so wenig dabei herausgekommen. Wo eigentlich eine mittlere Reife und Ausbildung auch reicht, greift man halt heute oftmals auf Menschen die Abitur, Studium und Trainee-Jahr gemacht habe... für den selben Lohn. Sehr oft werden dort 4-5 Jahre sinnlos verbraten, in denen die jungen Menschen nichts verdienen und eine unsinnige Bildung finanziert wird, während zugleich das Bildungsniveau für nahezu ALLE immer weiter abgesenkt wird.

Da fehlt jetzt sehr viel, aber wall of text und so...
 

Lipool91

Honiggarde
Ich bin jetzt irgendwie nicht dafür statt 1€-Jobber Harz4-Jobber zu erfinden.
Der Müll liegt da, weil es keine wirklichen Strafen gibt wenn jeder seinen Dreck überall hin schmeißt. Zudem werden viele Flächen nicht von Stadt/Gemeinde/Land gepflegt vieles wird einfach nicht gemacht, teilweise auch um Geld zu sparen. Ein Finne meinte zum Thema Müll auf den Straßen mal: "Wir haben Jedermannsrechte und das sind auch Jedermannspflichten."
Eine Denkart die viele nicht haben, es interessiert schlicht nicht was mit dem Müll passiert, genauso wie die Plakate bei FFF.
Ich dachte es gibt schon zu wenig Sozialwohnungen? Wo sollen diese Sammelunterkünfte herkommen?

Aber wir können gerne einen Harzer als Bundeskanzler wählen, der bekommt reduziertes Harz4 als Gehalt, da wär ich für. Die Beamtenjobs auf der Gemeinde etc. können sie auch gleich mit übernehmen, wir stecken die alle in die Verwaltung. :kappa:

Es geht auch um Erntehelfer zum Beispiel. Es ist vorstellbar, dass bisher Arbeitslose zur Erntezeit 50 Stunden die Woche schuften, dafür ein halbes Jahr frei und ständig Anspruch auf BGE haben. Die Leute könnten auch direkt in die Nähe ihres Arbeitsplatzes ziehen, wo die Mieten noch niedrig sind und sie mehr aus ihrem Einkommen machen können. Das würde die Infrastruktur der Ballungsgebiete entlasten und das Land im Westen wieder attraktiver machen.
Man wäre zusätzlich weniger abhängig von Ausländern und könnte verhindern, dass die Löhne nach Bulgarien, Rumänien usw. fließen.
 

Blumenbiene

Honiggarde
In einem Punkt teile ich die Ansicht von Gunnar Kaiser nicht. Er sagt, die Menschen werden auch mit dem Wandel in der Arbeitswelt einen Job finden. Die Sorgen gab es schon immer, habe sich aber nie bestätigt. Der Arbeitsmarkt verengt sich aber durch die fortschreitende Technisierung immer weiter. Es fallen immer mehr Tätigkeitsfelder weg, weil durch technische Lösungen ersetzt oder zumindest reduziert. Wir steuern immer mehr zu dem Punkt, an dem es den Menschen gar nicht mehr braucht, auch wenn wir weit davon weg sind. Es entstehen zwar neue Aufgaben, wie er richtig sagte, aber es sind vorher weniger Aufgaben als vorher und für die Aufgaben ist eine höhere Qualifikation notwendig. Das Bildungsniveau sinkt aber, der Bevölkerungsdurchschnitt wird durch die Verteilung der Geburtenraten und durch Zuwanderung immer dümmer. Kreative Aufgaben kann die Technik zwar nur schwer übernehmen, allerdings schreitet die Technik auch da voran und wir machen es der Technik durch Herabsetzung der Anforderungen immer leichter. Die Musik wird immer simpler, das kann bald jeder, aber auch jede KI. Literatur kann man auch vergessen.
Als Veranschaulichung nenne ich mal den Arbeitsbereich Flaschenrecycling. Leere Flaschen der gleichen Art werden in die entsprechenden Bierträger gefüllt, auf Paletten gestapelt, in den LKW geladen und der Brauerei geschickt. Eine Maschine für Augustiner und eine für Becks schaffen mehr Flaschen als die 8 ungelehrten ausländischen Analphabeten und der eine junge Deutsche, der wissen will, wie es so am Fließband ist. Trotzdem braucht man diese Mindestlöhner heute mehr als vor ein paar Jahren. Warum? Weil die Menschen mehr Geld in den Taschen haben, sich nach mehr Abwechslung sehnen und neue Biermarken mit unterschiedlichen Flaschenformen (Marketing in einem umkämpften Feld) auf den Markt drängen. Für weitere Maschinen ist kein Platz und kein Geld da, die Arbeiter sind deutlich günstiger und rentieren sich mit fortschreitender Flaschenformenvielfalt immer mehr. Man könnte auch das ganze Pfandsystem als Auswuchs einer Gesellschaft mit Bedarf an Beschäftigungsmaßnahmen deuten.
Wer keinen Job findet, der macht gemeinnützige Arbeit. Wieso liegt in einer Stadt, in der es viele Arbeitslose gibt, Müll herum? Passt für mich nicht zusammen. So lange es Dinge im öffentlichen Interesse zu tun gibt, dann werden die Menschen dazu verpflichtet eine Arbeit von der Stadt nachzugehen
Wird bereits vielerorts gemacht. Aus meinem direkten Umfeld wurde jemand zum Müllsammeln vom Amt verdonnert. Das Problem ist, dass es sehr große Handlungsspielräume für die Sachbearbeiter gibt, weshalb viel Willkür vorherrscht. Je nach Sympathie und Vertrauen des Ansprechpartners kann die Amtserfahrung in der Langzeitarbeitslosigkeit sehr unterschiedlich ausfallen.
 

honky

Ledersockenstreicher
Man könnte auch das ganze Pfandsystem als Auswuchs einer Gesellschaft mit Bedarf an Beschäftigungsmaßnahmen deuten.
Dies!
Wer sich mal die von mir eingestellten Reiseberichte zu Nordkorea gönnt, dem wird auffallen das selbst dort bereits Unmengen an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen anzutreffen sind. Da fahren Busse über nahezu komplett leere Landschaften/Straßen, und am Straßenrand sieht man ständig herumstehende Bautrupps, deren Aufgabe es ist kleine Straßenabschnitte in Schuß zu halten/ von Eis zu befreien - mit primitivsten Mitteln.
Man könnte fast auf die Idee kommen, das sie alleine deswegen weitestgehend auf den Einsatz von Maschinen verzichten, damit sie die Leute weiter beschäftigen können ohne auf die Wohlstand und Kultur zersetzenden sowie auf Verschuldung gründenden Formen des westlichen Wirtschaftswachstums zurückzugreifen (gezielter Einsatz minderwertiger/kurzlebiger Konsumprodukte; Maßlosigkeit; Sucht+Therapie; Kriminalität+Bekämpfung; etc.pp.)

Das BGE kann in dem jetzigen Zustand unseres Staates nicht implementiert werden. Das ist klar. Aber ebenso klar ist das der jetzige Zustand unseres Staates nicht mehr lange trägt.

Eine bessere, tatsächlichen Wohlstand fördernde nachhaltige Art des Wirtschaftens muss natürlich parallel zum BGE installiert werden. Dies kann nur durch eine starke, autoritäre und planende Instanz realisiert werden die einen Rahmen für wirkliche Konkurrenz nach innen ermöglicht.
Derzeit haben wir das glatte Gegenteil.
Konzepte wie Freihandel oder die Idee von komparativen Kostenvorteilen gehören auf den Müllhaufen der Geschichte
 

Pascal

Honiggarde
Es geht auch um Erntehelfer zum Beispiel. Es ist vorstellbar, dass bisher Arbeitslose zur Erntezeit 50 Stunden die Woche schuften,
Das wurde schon unendlich oft versucht. Mal mit Bauern darüber reden, wie das ist, wenn die Ernte auf dem Feld vergammelt, weil die Erntehelfer nicht auftauchen, das Tempo nicht bringen oder nach wenigen Stunden ausfallen. Und vielleicht mal selbst eine 50 Stunden Woche Erdbeeren pflücken, Spargel stechen oder Äpfel pflücken, um einen realistischen Eindruck von der Leistung zu bekommen, die notwendig ist, um die Supermärkte mit frischen Lebensmitteln zu beliefern. Ich fände es toll, wenn sich Anhänger der Grünen für solche Arbeiten freiwillig melden würden. Schliesslich möchten die keine langen Transportwege, sondern lokale Lebensmittel. Passiert aber nicht. Schlussfolgerung?
 

honky

Ledersockenstreicher
Das wurde schon unendlich oft versucht. Mal mit Bauern darüber reden, wie das ist, wenn die Ernte auf dem Feld vergammelt, weil die Erntehelfer nicht auftauchen, das Tempo nicht bringen oder nach wenigen Stunden ausfallen. Und vielleicht mal selbst eine 50 Stunden Woche Erdbeeren pflücken, Spargel stechen oder Äpfel pflücken, um einen realistischen Eindruck von der Leistung zu bekommen, die notwendig ist, um die Supermärkte mit frischen Lebensmitteln zu beliefern. Ich fände es toll, wenn sich Anhänger der Grünen für solche Arbeiten freiwillig melden würden. Schliesslich möchten die keine langen Transportwege, sondern lokale Lebensmittel. Passiert aber nicht. Schlussfolgerung?
Würde die Arbeit angemessen entlohnt, dann würden sich auch genug Leute dafür finden lassen. In kaum einem Sektor gibt es weniger Festanstellungen und schlechtere Löhne als in der Landwirtschaft und angeschlossenen Industrie. Die Lohnquote ist dort so niedrig wie sonst fast nirgendwo.
These (ausm Bauch): mit der Lohnquote von 1990 müssten die in der Landwirtschaft gezahlten Löhne heute mehr als 2-4* so hoch sein (2* für Deutsche, 4* für die 'Selbstständigen' aus Osteuropa)
Wer 8 Stunden in irgendeinem Umschlagslager den ganzen Tag Kartons von Rampen in LKW lädt, der würde natürlich auch 8 Stunden irgendwas pflücken wenn er dabei besser verdienen würde - dem ist aber nicht so.
Glaubt doch nicht diese Märchen! Natürlich haben irgendwelche Harzer die dort zugewiesen werden keine Böcke auf harte körperliche Arbeit, wenn weniger als 1-2€mehr/Stunde dadurch hängenbleiben. Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen Arbeiter, zumal wenn Unterkunft vor Ort oder tägliche Anreise selbst einen durch Fleiß erzeugten Mehrverdienst auffressen würden.
 

Lipool91

Honiggarde
Das wurde schon unendlich oft versucht. Mal mit Bauern darüber reden, wie das ist, wenn die Ernte auf dem Feld vergammelt, weil die Erntehelfer nicht auftauchen, das Tempo nicht bringen oder nach wenigen Stunden ausfallen. Und vielleicht mal selbst eine 50 Stunden Woche Erdbeeren pflücken, Spargel stechen oder Äpfel pflücken, um einen realistischen Eindruck von der Leistung zu bekommen, die notwendig ist, um die Supermärkte mit frischen Lebensmitteln zu beliefern. Ich fände es toll, wenn sich Anhänger der Grünen für solche Arbeiten freiwillig melden würden. Schliesslich möchten die keine langen Transportwege, sondern lokale Lebensmittel. Passiert aber nicht. Schlussfolgerung?
Es hat nie geklappt, weil es nicht konsequent umgesetzt wurde. Deswegen mein Punkt mit der Arbeitspflicht. Personen die sich unentschuldigt verweigern werden auch mit den rechtlichen Konsequenzen leben müssen.
 

Pascal

Honiggarde
Es hat nie geklappt, weil es nicht konsequent umgesetzt wurde. Deswegen mein Punkt mit der Arbeitspflicht. Personen die sich unentschuldigt verweigern ....
"E N T S C H U L D I G U N G : Lieber Bauer Kurt, die kleine Lisa kann heute leider nicht zum Spargel stechen kommen, weil die kleine Lisa gar nicht mehr klein sondern leicht übergewichtig ist und bereits zwei Bandscheibenvorfälle hatte. gezeichnet, Lisa´s Mama"....?

oder

Wasser auf die Mühlen der Entschuldigungsindustrie ?

Ich denke, wer Erntearbeiten nicht gewohnt ist, kann sie schlicht nicht von jetzt auf gleich 50 Stunden die Woche ausführen. 3-Stunden-Schichten für die Anfänger bis rauf auf 9-Stunden-Schichten für die Harten und Trainierten könnte klappen. Aber wer will Leute für nur 3 Stunden-Schichten an- und abkarren?
Bild vom Traktor liegt der Partneranzeige bei ;)
Sehr gut. Fläche des eigenen Betriebes nicht vergessen.
 

Dr. Pepe

Honiggarde
Ich bin jetzt irgendwie nicht dafür statt 1€-Jobber Harz4-Jobber zu erfinden.
Ich schon, denn ich finde nicht, dass die dafür einen Euro die Stunde verdienen sollten, die bekommen schon Hartz IV.

Der Müll liegt da, weil es keine wirklichen Strafen gibt wenn jeder seinen Dreck überall hin schmeißt.
Junge ... mir ist schon klar, wie der Müll auf die Straße kommt. Mein Punkt war, er liegt da einmal, es wäre gut, wenn er weg wäre, das muss nur jemand machen. Es ist ein Beispiel für eine Aufgabe, für die es noch niemanden gibt, zumindest nicht im nötigen Umfang. Es macht derzeit keiner, weil man den Müll gar nicht so schnell wegräumen kann, wie neuer dort liegt und das Geld hat die Stadt nicht. Und tada, da ist sie schon, die gemeinnützige Arbeit, die jemand machen kann, der Geld "verdient", aber nichts dafür tut. Glücklicherweise gibt es sogar eine gewisse Korrelation zwischen den Leute, die sich mit Hartz IV den Arsch plattsitzen und denen, die Müll auf die Straße schmeißen. Unabhängig davon haben die Hartzer sicher keine Lust ständig zum Müllsammeln einberufen zu werden, also werden sie sich mindestens überlegen den Müll auf die Straße zu schmeißen, wahrscheinlich aber auch die Leute ächten, die den Müll dort hinwerfen. Mit etwas Glück sorgen sie dafür, dass andere ihnen nicht so viel Arbeit machen.

Es war aber auch nur ein anschauliches Beispiel für Arbeiten, die es zu tun gäbe. Damit wollte ich außerdem aufzeigen, dass es weitere und sogar sinnvollere Möglichkeiten gibt faule Menschen zum Arbeiten zu motivieren, als ihnen ein BGE zu zahlen, wie du es ja als Vorteil angepriesen hast.
Das sind auch solche Jobs, die sind so einfach, da kannst du erwarten, dass die das schaffen. Machen die ihren Job nicht ordentlich, wird das Geld gekürzt. Wer meint das nicht besser zu können, der soll einen Behindertenschein beantragen.

Wenn es mit einer Arbeitspflicht (so um die 30h die Woche Minimum) einher geht bin ich voll dafür.
Damit wäre das schon eher diskutabel, allerdings wäre es dann kein bedingungsloses Grundeinkommen mehr. Und das geht in die Richtung DDR, denn der Staat müsste Arbeitsplätze garantieren.

Es geht auch um Erntehelfer zum Beispiel.
Die Bauern bedanken sich, wenn ein Haufen ungewillte Leute deren Ernte zerstören und eventuell sogar noch für die nächsten Jahre nachhaltig sabotieren. Die Menschen haben keinen Bock auf den Job, also machen sie ihn extra schlecht, damit sie ihn nicht mehr machen müssen. Die Bauern waren letztes Jahr schon besorgt, als sie Deutsche zum Spargelstechen einstellen mussten, da die nicht so routiniert waren und deshalb den Spargel bechädigen könnten. Und bei den Erntehelfern, um die es letztes Jahr ging, würde ich nicht davon ausgehen, dass die es nicht ordentlich machen wollten. Hat letztlich auch gut funktioniert, aber die Sorge war da und nicht unbegründet.
Es muss schon ein Job sein, bei dem die Menschen keinen großen Schaden anrichten können und der so stumpf ist, dass man sie sanktionieren kann, falls sie das nicht richtig machen. Eine Alternative wäre natürlich, dass diese Leute in solchen Fällen dann auf der Müllhalde im Restmüll die Blechdosen rauswühlen dürfen, die kann man ja noch gebrauchen. Irgendwas, was wirklich keiner will, so dass niemand seinen Job absichtlich schlecht machen will.

Das Problem ist, dass es sehr große Handlungsspielräume für die Sachbearbeiter gibt, weshalb viel Willkür vorherrscht. Je nach Sympathie und Vertrauen des Ansprechpartners kann die Amtserfahrung in der Langzeitarbeitslosigkeit sehr unterschiedlich ausfallen.
Interessant zu wissen, dass es das schon gibt. Aber am Ende ist es egal, ob das in der Breite nicht stattfindet, weil es das System nicht gibt, oder zu viele Handlungsspielräume existieren. Unabhängig dafür, wo die Ursache liegt, sollte diese angegangen werden, damit die Menschen wirklich zur Arbeit verdonnert werden können.

Würde die Arbeit angemessen entlohnt, dann würden sich auch genug Leute dafür finden lassen.
Die Arbeit wird dann doch angemessen entlohnt, nämlich mit Hartz IV. Du gehst davon aus, dass der derzeitige Stand in Stein gemeißelt wäre. Es wird nicht als angemessene Entlohnung wahrgenommen, weil die Alternative ist nicht arbeiten zu gehen und das gleiche Geld zu haben. Statt den Menschen noch mehr Geld zu geben, sollte man ihnen eher weniger geben, wenn sie nicht arbeiten wollen. Denn ich finde es ist schon eine ordentliche Entlohnung was zu Essen zu haben und nicht auf der Straße zu schlafen.
 

Lipool91

Honiggarde
Ich denke, wer Erntearbeiten nicht gewohnt ist, kann sie schlicht nicht von jetzt auf gleich 50 Stunden die Woche ausführen. 3-Stunden-Schichten für die Anfänger bis rauf auf 9-Stunden-Schichten für die Harten und Trainierten könnte klappen. Aber wer will Leute für nur 3 Stunden-Schichten an- und abkarren?

Die Bauern bedanken sich, wenn ein Haufen ungewillte Leute deren Ernte zerstören und eventuell sogar noch für die nächsten Jahre nachhaltig sabotieren.

Das Ganze ändert sich sobald diese Personen dafür strafbar gemacht werden. Im Zweifelsfall Beugehaft inkl. Zwangsarbeit.
Diese Faulheitsmentalität muss sukzessive aus den Köpfen getrieben werden. Jeder hat die Wahl etwas anderes zu machen. Wer es nicht auf die Reihe bekommt muss mit den Konsequenzen leben.


Damit wäre das schon eher diskutabel, allerdings wäre es dann kein bedingungsloses Grundeinkommen mehr. Und das geht in die Richtung DDR, denn der Staat müsste Arbeitsplätze garantieren.
Die einzige Bedingung sollte sein, nicht im Knast zu sein. Bei unbelehrbaren wenn es um Arbeitspflicht geht hilft ein Gefängnisbesuch als Erziehungsmaßnahme sicher weiter.

Der entscheidende Unterschied zur DDR ist, dass man die Wahl hat. Für die 1 Mio arbeitslosen Hartz4 Empfänger gäbe es genügend Stellen.
 

Waberossa

Gesalbter Bienenmärtyrer
Es geht auch um Erntehelfer zum Beispiel. Es ist vorstellbar, dass bisher Arbeitslose zur Erntezeit 50 Stunden die Woche schuften, dafür ein halbes Jahr frei und ständig Anspruch auf BGE haben. Die Leute könnten auch direkt in die Nähe ihres Arbeitsplatzes ziehen, wo die Mieten noch niedrig sind und sie mehr aus ihrem Einkommen machen können. Das würde die Infrastruktur der Ballungsgebiete entlasten und das Land im Westen wieder attraktiver machen.
Man wäre zusätzlich weniger abhängig von Ausländern und könnte verhindern, dass die Löhne nach Bulgarien, Rumänien usw. fließen.
Du weißt schon wofür das B in BGE steht? 😂
 

Dr. Pepe

Honiggarde
Die einzige Bedingung sollte sein, nicht im Knast zu sein.
Das ist dann aber ein ganz anderes Modell. Die absolut fundamentale Idee des BGE ist, dass es jeder bekommt und dafür nichts machen muss. Jede Arbeit ist freiwillig, selbst die Entscheidung arbeiten zu gehen, steht jedem frei.
Was du vorschlägst geht mehr in die Richtung "Hartz IV, aber mit viel krasseren Sanktionen" und da gehe ich auch prinzipiell mit.

Der entscheidende Unterschied zur DDR ist, dass man die Wahl hat.
Konnte man sich in der DDR nicht auch den Job aussuchen? Nur wenn man keinen hatte, dann wurde einem ein Job zugewiesen. Und so gab es dann faktisch Vollbeschäftigung.
 
I

Irene Adler

Guest
Wer keinen Job finden will, der bekommt irgendwann zumindest teilweise Sachleistungen. Wer in einer Gegend lebt, in der die Mieten sehr hoch sind, der zieht in eine andere Gegend, statt dass der Staat die Wohnung in München bezahlt. Eine weitere Option: Wer keinen Job findet, der macht gemeinnützige Arbeit. Wieso liegt in einer Stadt, in der es viele Arbeitslose gibt, Müll herum? Passt für mich nicht zusammen. So lange es Dinge im öffentlichen Interesse zu tun gibt, dann werden die Menschen dazu verpflichtet eine Arbeit von der Stadt nachzugehen, und wenn es per Losverfahren immer wen anderes für eine Woche trifft. Wer da nicht mitmacht, der bekommt Leistung gestrichen und wenn das alles nicht hilft, dann kommt er in eine Sammelunterkunft wie die für Obdachlose oder in so einen Bau wie Studentenwohnheime.
Ja.
Und genau für sowas muss man Sozialpädagogen, Psychologen, Psychiater mit ihrer "Täterentschuldigungskultur" abschaffen.

Die sind sauteuer und tragen dir (z.b. als Bewährungshelfer) den Arsch hinterher für ihr Entgeltgruppe 11 oder was Gehalt.

Ja, aber er hatte so eine schlimme Kindheit, bitte haben Sie Verständnis, dass er für die drei Frauen, die er auf Chrystal geschwängert hat nix kann. Weder sorgen noch sonstwas...und die sind so damit beschäftigt ihre Kinder im Heim manchmal zu besuchen, die schaffen es ohne 2x die Woche Betreuung nicht, ihre Hartz4 Anträge auszufüllen und fristgerecht abzugeben.

Das sind doch die Leute, die ihr abschaffen wollt.

Leute die eine ehrenamtliche Gratisbetreuung für Flüchtlinge, die hier bei normalsterblichen deutschen Bürgern unter Pflegestufe 3 läuft, samt Kosten, moralisch erpressen, weil sie mit ihren Sozpädärschen fest auf ihrem Ehrenamtlicheverteilungsstuhl sitzen.

Stattdessen wird hier die Klapse (bei uns aktuell Sucht und Kinder-und Jugendpsychiatrie) für alle Fick-, Drogen- und Ritalinopfer weiter ausgebaut.

Frage mich ob es noch Leute gibt, die NICHT drogen- oder tablettenabhängig sind...

Bei einer UmOP (Transition) sind übrigens auch ausgesprochen viele Psychopharmaka samt "Dealer" beteiligt.
 

honky

Ledersockenstreicher
Mein Punkt war, er liegt da einmal, es wäre gut, wenn er weg wäre, das muss nur jemand machen. Es ist ein Beispiel für eine Aufgabe, für die es noch niemanden gibt, zumindest nicht im nötigen Umfang.
Steh mal an bspw. einer Bushaltestelle oder sitz auf einer Bank im Park, und heb Kippenstummel und co auf um sie in den Mülleimer zu werfen > 9/10 gucken einen an als wäre man geisteskrank. durchweg positive Reaktionen nur im Watt...
Die Arbeit wird dann doch angemessen entlohnt, nämlich mit Hartz IV. Du gehst davon aus, dass der derzeitige Stand in Stein gemeißelt wäre. Es wird nicht als angemessene Entlohnung wahrgenommen, weil die Alternative ist nicht arbeiten zu gehen und das gleiche Geld zu haben. Statt den Menschen noch mehr Geld zu geben, sollte man ihnen eher weniger geben, wenn sie nicht arbeiten wollen. Denn ich finde es ist schon eine ordentliche Entlohnung was zu Essen zu haben und nicht auf der Straße zu schlafen.
zu kurz gedacht. Hast Du eine Vorstellung davon was es kostet (und an weiteren Schäden bewirkt) wenn Leuten Sozialhilfe gestrichen werden würde, und diese dann unterschiedlich reagieren?
Essen und Obdach als ordentliche Entlohnung?!? dafuq >> also Gefängnis? nur halt mit Zwangsarbeit aufm Feld, also Gulag? So?
Und wenn die Leute dann einfach anfangen mehr zu klauen anstatt die Ernte einzufahren?
Es ist in jeder Hinsicht eine schlechte Idee. Jeder Hafttag kostet min. 130 € >> die Kosten für Polizei, Justiz, etc noch nicht mit drin; die Schäden durch den Kriminellen noch nicht mit drin.
Und die bestehenden Gefängnisse sind halt bereits voll.
Sich in diesem System ausbeuten lassen würden sich wieder nur die eigentlich anständigen und fügsamen deutschen Michel, welche auch jetzt schon nicht selten in Vollzeit als Harz4-Aufstocker arbeiten. Der Rest stellt sich einfach doof oder krank - ups, sry Werkzeug kaputt gemacht - oder würde auf Harz4 scheißen und sich die benötigte Kohle zusammenrauben, klauen, dealen...
 

KnueppelAusDemSack

Ledersockenstreicher
Szenario 1:
Mit bedingungslosem Grundeinkommen wird auch keine Bildung mehr benötigt, das geht dann 20 Jahre gut und wir enden als verarmtes dritte Welt Land.

Szenario 2:
Mit bedingungslosem Grundeinkommen kopiert sich Berlin auf die gesamte Republik und alle Bundesbürger werden weltweit bekannte Sprayer, Rapper, Dachtomatenzüchter und Projektkünstler und die Weltgemeinschaft trägt dafür alle Kosten und erklärt uns wieder zur offiziellen Herrenrasse.
 
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