Bedingungsloses Grundeinkommen

Honigtopf

Sammler
In Anbetracht eines neuen Beitrags vom ZDF: Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen? Ein linkes Luftschloss oder vielleicht eine positive Perspektive?

Meines Erachtens nach Ersteres: Ich würde behaupten, es macht den Menschen träge, besonders dann, wenn er mehr verdient als in seinem Beruf. Des Weiteren würde weltweit ein falsches Image von Deutschland verbreitet werden: Konsequenz wäre verstärkte Einwanderung in die Sozialsysteme.

Aber seht selbst:


 

0815works

Ledersockenstreicher
In Anbetracht eines neuen Beitrags vom ZDF: Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen? Ein linkes Luftschloss oder vielleicht eine positive Perspektive?

Meines Erachtens nach Ersteres: Ich würde behaupten, es macht den Menschen träge, besonders dann, wenn er mehr verdient als in seinem Beruf. Des Weiteren würde weltweit ein falsches Image von Deutschland verbreitet werden: Konsequenz wäre verstärkte Einwanderung in die Sozialsysteme.

Aber seht selbst:


Wenn ich mich recht erinnere gab es schon Versuchsgruppen in z.B. Finnland und die waren auch relativ erfolgreich.

Ich bin eigentlich sogar eher für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ich sehe da einiges an Potenzial und z.B. die Frage ob man überhaupt arbeiten geht, stellen sich heute schon einige. Wozu arbeiten gehen, wenn ich mit Harz 4 + Wohnungsgeld etc. mehr habe und trotzdem auf der faulen Haut liege? Der Bürokratieabbau könnte auch ein Vorteil sein. Die größten Probleme sehe ich bei Finanzierung oder eben dem Zulauf in das deutsche Sozialsystem. Gerade letzteres haben wir schon als Problem. Mit zunehmender Automatisierung besteht ja auch die Gefahr des Wegfallens von Arbeitsplätzen und nicht jeder kann einfach so mal umschulen oder ist gar geeignet für die "neuen Berufe". Diese Probleme haben wir aber schon seit der Industrialisierung. Wenn es eine gute Umsetzung mit Finanzierung gibt, könnte es eine gute Lösung gegen die Altersarmut und die steigenden Arbeitslosenzahlen sein. Es wird ja auch schon länger von 3-4 Arbeitstagen geredet und auch dazu gibt es Studien, ein Landwirt kann von sowas nur träumen die Tiere wollen auch am Sonntag ihr Futter haben. Deutschlands Image sollte schon allein durch unsere neuen Mitbürger gelitten haben.

Zu der Sache mit der Trägheit, jemand der am liebsten nicht tut kann das heute auch schon machen. Diese Leute wird man so oder so haben. Für mich stellt sich eher die Frage was ist mit dem Rest? Werden Jobs attraktiver die ich vielleicht lieber machen würde, aber von denen ich nicht leben kann? Hole ich einen Harzer in die Arbeit weil er sagt: "Ich arbeite damit ich mir mehr leisten kann?" Viele können sich gar nicht leisten nicht zu arbeiten, da 1200€ gar nichts sind, wenn ich 800€ Miete und 400€ Futter im Monat habe... davon hab ich unterm Stich nichts je nachdem in welchem Umfeld ich mich bewege. Es gibt Renter in Deutschland die sitzen ohne Strom im Dunkeln, weil sie unter der Armutsgrenze liegen. Kleine Landwirte z.B. kriegen teilweise eine Rente von 300-400€ und das ist ja nur einer von vielen Fällen. Rentenalter ist eigentlich auch so eine Sache, als Maurer kannst du schon mit 40-50 nicht mehr arbeiten weil dein Körper kaputt ist, da kannste vielleicht noch im Bagger sitzen.

Harz 4 kostet am Ende wahrscheinlich auch den Staat 1000-1200€... würde ich zumindest schätzen.

Zum Teil ist es natürlich ein Luftschloß, die gesetzliche Krankenkasse würde ich aber auch nicht missen wollen. Es ist ja auch die Frage wie sieht die Gesellschaft in Zukunft aus oder wie soll sie aussehen?
 

Hieronymus

Ledersockenstreicher
Der Bürokratieabbau könnte auch ein Vorteil sein. Die größten Probleme sehe ich bei Finanzierung oder eben dem Zulauf in das deutsche Sozialsystem.
Unsere Politik/Behörden haben schon des öfteren geplant, Bürokratie abzubauen. Also wurde Bürokratie geschaffen, um Bürokratie abzubauen. Mehr muss man nicht wissen.
Die letzten zwei sind doch gute Gründe, warum das ganze nur in einem kleineren Versuchsrahmen funktioniert und Deutschland nur schneller in den Abgrund stürzen würde.
 

Blumenbiene

Honiggarde
Bedingungsloses Grundeinkommen ist die Idee von pseudosozialen Idioten, die keinen blassen Schimmer von der Funktionsweise unseres derzeitigen Sozialsystems haben.
Das BGE schafft in allen Modellen, von denen ich gehört habe, massive neue Ungerechtigkeiten und ignoriert die sinnstiftende Wirkung von Arbeit.

Beispielsweise hängt die Maximalhöhe der vom Staat bezahlten Mietkosten beim Harz4 an den durchschnittlichen Mietkosten in der Region. Beim BGE aber soll Bürokratie abgebaut werden und in vielen Modellen soll jeder gleichviel bekommen, unabhängig von den regionalen Unterschieden. Die Folge wäre eine finanzielle Besserstellung der armen Landbevölkerung im Vergleich zur armen Stadtbevölkerung.

In einigen Modellen wird das BGE bei etwa 1000 € angesetzt. Harz4 (etwa 400 €/ Person) übersteigt zusammen mit den vielen weiteren Leistungen (Übernahme der Mietkosten bis zur ortsüblichen Miete, Nebenkostenpauschale, Bezahlung der Krankenkassenversicherungsbeiträge, häufige Übernahme der Kosten bei Anschaffung von Haushaltsgroßgeräten, häufige Übernahme der ÖNVP-Tickets, Übernahme der GEZ-Gebühr, oftmals eine sog. Kulturpauschale usw.) gerade in den Ballungsräumen deutlich das angesetzte BGE und würde viele arme Menschen, die heute ganz gut vom Harz4 leben können, in die blanke Armut treiben.
Allein die freiwillige Pflichtversicherung bei den gesetzlichen Krankenkassen kostet etwa 180 € im Monat. Ich habe keinen Anspruch auf Harz4, ich weiß, wovon ich rede.

Würde jeder Anspruch auf das BGE haben und es würde nicht abhängig vom Einkommen gekürzt, ergäbe sich eine massive Ungleichheit zwischen arbeitender und nicht arbeitender Bevölkerung. Mit Harz4 kommt man in vielen Regionen etwa auf das gleiche raus, was ein ungelernter Löhner verdient. Beim BGE wäre der Unterschied stattdessen sehr groß. Gerade bei Modellen mit deutlich mehr als 1000 € würde mehr Geld für alle sich vermutlich auch im Anstieg vieler Preise niederschlagen, einfach, weil sich mehr Menschen die Nachfrage leisten könnten. Die Leidtragenden wären wiederum die Armen.

Das BGE soll Menschen neue Lebensmodelle ermöglichen. In den Entwürfen zum BGE proftitieren aber nur die wohlhabenden Stadtmenschen, die sich in ihrer Freizeit weiterhin organisieren könnten, wie sie es eh schon tun (Ehrenamt, Aktionsbündnisse, Kunstprojekte usw.). Die Armen würden aufs strukturschwache Land verdrängt.

Die sinnstiftende Wirkung von Arbeit wird in den BGE-Modellen nicht beachtet. Wer kein Künstler oder sonstiger Freigeist ist, sollte dennoch das Recht haben, sinnvoll an der Gesellschaft zu partizipieren. Die meisten Menschen können mit Freizeit im Überfluss nichts anfangen. Arbeit fungierte mal als Integrationsmotor. Die Diversifizierung und Bildung von Paralellgesellschaften würde durch das BGE weiter beschleunigt, viele Menschen kämen auf dumme Gedanken. Deutlich mehr Freizeit führt langfristig nicht zu deutlich mehr Freude, das wird auch wissenschaftlich beobachtet. Beim Harz4 gibt es immerhin einige Beschäftigungsmaßnahmen wie etwa Fortbildungen oder auch nur der regelmäßige Termin beim Amt.

Es ist völlig unrealistisch, davon auszugehen, dass es in Zukunft weniger Arbeit geben wird. Bisher hat jede wirtschaftliche Neuerung zur Schaffung neuer Arbeitsfelder geführt. Werden irgendwo durch technische Innovation menschliche Kapazitäten frei, entstehen immer neue Betätigungsfelder, weil auch neue Bedürfnisse entstehen.

Zu den Kosten eines BGE, den Anreizen für Migration und Anpassungen der Steuermodelle kann man auch noch einiges sagen.
 

Geigudr

Honiggarde
Wenn ich mich recht erinnere gab es schon Versuchsgruppen in z.B. Finnland und die waren auch relativ erfolgreich.

Ich erinnere mich irgendwie an genau das Gegenteil. Die letzte finnische Studie wurde doch vorzeitig abgebrochen?


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Zumal doch alleine der Umstand, dass es sich um eine Studie mit wenigen Leuten handelt, die Ergebnisse gerade beim Thema BGE stark verfälscht... Wenn ich als Teilnehmer weiß, ich bekomme ab jetzt 1 oder 2 Jahre dieses Geld, dann plane ich doch völlig anders als wenn ein BGE jetzt dauerhaft gesetzlich etabliert wird. Ich behaupte jetzt einfach mal, niemand würde ernsthaft seinen Job kündigen oder riskieren wenn er weiß, die Studie läuft in ein, zwei Jahren aus. Eine Verringerung der Arbeitszeit innerhalb der Zeit geht dann vielleicht klar wenn man gut mit dem Chef ist oder einen eher hochrangigen Job hat, aber ob der Pekka an der K-Mart Kasse mal eben auf Teilzeit arbeiten darf? Und gesamtgesellschaftliche Effekte, langfristige Veränderungen, mögliche Preissteigerungen ausgelöst durch das BGE etc. können in einer Studie mit ein paar tausend Probanden halt überhaupt nicht erfasst werden.
 

jackbeauregard0

Nestarchitekt
Harz 4 kostet am Ende wahrscheinlich auch den Staat 1000-1200€... würde ich zumindest schätzen.
Vermutlich sogar mehr. Allein für die Wohnung sind für Hartz4-Bezieher in z.B. München 640€ angemessen. Hinzu kommen Wasser- und Heizkosten und etwaige Vergünstigungen: Befreiung Rundfunktgebüren, öffentliches Nahverkehrsticket, (Kranken)versicherung etc.
Hinzu kommt der ganze Verwaltungsapparat.

 

Victory

Ledersockenstreicher
Wenn kch mich recht erinnere gab es schon Versuchsgruppen in z.B. Finnland und die waren auch relativ erfolgreich.
Die Leute waren etwas happier drauf, aber am Ende gab es keine nennenswerte Änderung bezüglich des Jobstatus. Plus das von Geigudr
Keine Ahnung, ob ein Wachstum von 0,4 und glücklichste Arbeitslose so etwas rechtfertigen.

Verstehe sowieso nicht, wozu es immer wieder zu solchen Debatten kommt. Hartz 4 einzige wirkliche Beschränkungen ist es, nicht zu "reich" zu sein und hin wieder Jobinterviews "durchzuführen" (einfach nur kurz hingehen und den Chef um eine Bestätigung bitten), damit man keine Sanktionen bekommt, und man lebt genauso gut wie der durchschnittliche Arbeiter hier.
Mit bereits spürbaren Folgen bezüglich der Finanzierung und der Bürokratie.
 

0815works

Ledersockenstreicher
Ich erinnere mich irgendwie an genau das Gegenteil. Die letzte finnische Studie wurde doch vorzeitig abgebrochen?



Zumal doch alleine der Umstand, dass es sich um eine Studie mit wenigen Leuten handelt, die Ergebnisse gerade beim Thema BGE stark verfälscht... Wenn ich als Teilnehmer weiß, ich bekomme ab jetzt 1 oder 2 Jahre dieses Geld, dann plane ich doch völlig anders als wenn ein BGE jetzt dauerhaft gesetzlich etabliert wird. Ich behaupte jetzt einfach mal, niemand würde ernsthaft seinen Job kündigen oder riskieren wenn er weiß, die Studie läuft in ein, zwei Jahren aus. Eine Verringerung der Arbeitszeit innerhalb der Zeit geht dann vielleicht klar wenn man gut mit dem Chef ist oder einen eher hochrangigen Job hat, aber ob der Pekka an der K-Mart Kasse mal eben auf Teilzeit arbeiten darf? Und gesamtgesellschaftliche Effekte, langfristige Veränderungen, mögliche Preissteigerungen ausgelöst durch das BGE etc. können in einer Studie mit ein paar tausend Probanden halt überhaupt nicht erfasst werden.

Ja ich erinnere mich an die Probleme der Studie, aber ich werte den "keinen Unterschied zur Testgruppe" schon als positiv.

Hartz 4 einzige wirkliche Beschränkungen ist es, nicht zu "reich" zu sein und hin wieder Jobinterviews "durchzuführen" (einfach nur kurz hingehen und den Chef um eine Bestätigung bitten), damit man keine Sanktionen bekommt, und man lebt genauso gut wie der durchschnittliche Arbeiter hier.

Das ist ja schon ein Problem, genauso wie der 1-Euro Jobber der viele wirkliche Fachkräfte den Job gekostet hat, weil man für weniger mehr einstellen kann.

Mir ist halt eher der Punkt wichtig wo man hin will. Will man unser Sozialsystem reparieren was seit Jahrzehnten kaputt gemacht wird oder z.B. Harz 4 abschaffen und durch sowas ersetzen wo du dann eben nicht mehr zum Amt mußt oder die anderen tollen Sachen wo die dich reinschieben damit du bei Merkel nicht als Arbeitslos gelten tust. Kleines Beispiel ich habe mal einen ~16 Jährigen einmal die Woche mit zu einer BvB(berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme) mitgenommen, der hat vom Amt die Wohnung + glaube 250€ bekommen, davon mußte er sich ernähren und zur Maßnahme kommen, mehr gab es da nicht er kam mit dem Geld kaum fürs Essen hin. Der war 2-3 Monate später wieder in Leipzig. Die Freundin hatte sich auch von ihm getrennt, weswegen er das Ganze überhaupt auf sich genommen hat.

Vermutlich sogar mehr. Allein für die Wohnung sind für Hartz4-Bezieher in z.B. München 640€ angemessen. Hinzu kommen Wasser- und Heizkosten und etwaige Vergünstigungen: Befreiung Rundfunktgebüren, öffentliches Nahverkehrsticket, (Kranken)versicherung etc.
Hinzu kommt der ganze Verwaltungsapparat.

Womit wir bei dem Punkt wären wo es billiger wäre ihnen 1200€ zu geben.
 

Tilim

Gesalbter Bienenmärtyrer
Solange das BGE nur niedrig genug ist, aber ich damit weniger Probleme als mit dem aktuellen System.
So wie ich unser Land aber kenne, wird es wegen "humanitären Bedenken" viel zu hoch sein und somit noch schlimmer als HarzIV.
BGE darf meiner Meinung nach, alleine nur ein "nicht lebenswertes" Leben ermöglichen. Ich glaube 200-300€ wären genug. Dann alle anderen Zuschüsse streichen.
 

0815works

Ledersockenstreicher
Solange das BGE nur niedrig genug ist, aber ich damit weniger Probleme als mit dem aktuellen System.
So wie ich unser Land aber kenne, wird es wegen "humanitären Bedenken" viel zu hoch sein und somit noch schlimmer als HarzIV.
BGE darf meiner Meinung nach, alleine nur ein "nicht lebenswertes" Leben ermöglichen. Ich glaube 200-300€ wären genug. Dann alle anderen Zuschüsse streichen.
Also auf der Straße wohnen und sich ernähren können?
 

Tilim

Gesalbter Bienenmärtyrer
Man kann auch gut mit 300€ im Monat überleben. Wenn ich wollte, könnte ich es.
 

0815works

Ledersockenstreicher
Man kann auch gut mit 300€ im Monat überleben. Wenn ich wollte, könnte ich es.
Miete + Essen? Ist die Miete warm? Oder haste da ein Zelt mit Garten auf einem Grundstück was du dir mit 300€ nicht leisten kannst?
Da fällt mir auf, ich könnte ja Fläche vermieten zum Wohnen, eine Zeltsiedlung... :oy vey goy:
 

Pascal

Honiggarde
Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?
Das stärkste Argument gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen ist die niedrige Arbeitsmoral der Leute in meinem Bekanntenkreis, die dafür sind. Die sehnen das Modell herbei, um den ganzen Tag auf dem Sofa zu liegen, ungesunden vorgefertigten Dreck zu fressen und weiter zu verfetten.
 

Victory

Ledersockenstreicher
Mir ist halt eher der Punkt wichtig wo man hin will. Will man unser Sozialsystem reparieren was seit Jahrzehnten kaputt gemacht wird oder z.B. Harz 4 abschaffen und durch sowas ersetzen wo du dann eben nicht mehr zum Amt mußt oder die anderen tollen Sachen wo die dich reinschieben damit du bei Merkel nicht als Arbeitslos gelten tust.
Kohle konsequent durch simple Sachleistungen ersetzen.
 

Victory

Ledersockenstreicher
Das stärkste Argument gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen ist die niedrige Arbeitsmoral...
Und die Kosten. Wenn wir jeden Haushalt in der BRD 1,2k Euro pro Monat geben würde, hätten wir monatliche Kosten von beinah 50 Milliarden Euro (1.200 Euro* 41.500.000 Haushalten). Ohne die Verwaltungskosten, der steigenden Inflation und potenziellen Massenbetrug. Hartz IV kostet uns pro Monat "nur" um die 4-5 Milliarden, sprich nur noch um die 45 Milliarden, wenn wir dabei Hartz IV abschaffen würden. Wenn wir wirklich jeden Bürger 1,2k Euro geben würden, dann wäre es ungefähr doppelt so viel.
Der Bund hatte vor Corona Einnahmen von ca. 350 Milliarden Euro.
Seid ihr Kommunisten oder warum wollt ihr nicht rechnen?
 

Tilim

Gesalbter Bienenmärtyrer
Miete + Essen? Ist die Miete warm? Oder haste da ein Zelt mit Garten auf einem Grundstück was du dir mit 300€ nicht leisten kannst?
Da fällt mir auf, ich könnte ja Fläche vermieten zum Wohnen, eine Zeltsiedlung... :oy vey goy:
Ich zahle 250€ warm. Von 50€ Nahrung im Monat kann man überleben, ich zahle aber 150€ im Monat. Ich mache mir aber auch regelmäßig Dekadente Eiskaffees und Erbsensuppen die zu 50% aus Mettwurst bestehen.
Ich könnte aber natürlich in einer noch günstigeren WG wohnen.
Ich würde aber sagen, dass ich mit meinen 400€ im Monat schon im Luxus lebe.

Davon abgesehen fangen die meisten Menschen nicht bei 0 an.
Wenn man 2000€ gespart hat, 300€ im Monat bekommt und 500€ im Monat laufende Kosten hat, kann man 10 Monate problemlos einen Standard halten. Wer 10 Monate keinen Job findet, hat es nicht besser verdienet. Jobs gibt es genug. Die meisten Leute wollen nur keinen Job machen, der unter ihrer Würde ist.
 
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jackbeauregard0

Nestarchitekt
Davon abgesehen fangen die meisten Menschen nicht bei 0 an.
Wenn man 2000€ gespart hat, 300€ im Monat bekommt und 500€ im Monat laufende Kosten hat, kann man 10 Monate problemlos einen Standard halten. Wer 10 Monate keinen Job findet, hat es nicht besser verdienet. Jobs gibt es genug. Die meisten Leute wollen nur keinen Job machen, der unter ihrer Würde ist.
Ja, meine Hypothese ist, dass sich manche Menschen unabhängig vom Geld immer unwürdig behandelt fühlen.
Wer kennt sie nicht, die Hartz4ler die in der ersten Woche das ganze Geld versoffen, verraucht oder im Spielautotmat verloren haben. Das 10-fache Geld würde jene auch nicht glücklicher machen, sondern nur evtl. ihre leber schneller zerschießen.
Allein das Internet bietet einem die Welt der Unterhaltung größtenteils kostenlos an, jeder Hatz4ler könnte im Prinzip ähnliche Hobbys ausüben, wie der 0815 Bürger (z.B. Lesen, Filme, yt, social media, Programmieren/Sprachen/Kochen/Malen/... lernen, viele Sportarten, sogar Dating). Diesen Personen steht meist nur nicht die Geldknappheit im Weg, sondern sie selbst.
 
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